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Forstamt Schlemmin : Nadelhölzer im Bieter-Wettstreit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

2017er-Submissions-Erlöse stimmen zufrieden

von
erstellt am 10.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Die besten Laubbäume aus den hiesigen Revieren wie Eichen und Buchen kommen seit Jahren bei der Auktion in Linstow unter den Hammer; für Nadelhölzer erfolgt das traditionell in Niedersachsen. Und zwar bei der Nadelwertholz-Submission der dortigen Landesforsten in Oerrel bei Munster und Himmelsleiter bei Münden.


Kiefern aus den Revieren Warin und Weiße Krug


Anders als bei der Linstower Auktion erfolgt der Zuschlag bei Douglasien, Lärchen, Kiefern und Fichten nach einem schriftlichen Bieterverfahren. Das höchste Gebot gilt. Die Gebotsliste musste bis zum vergangenen Montag vorliegen, tags darauf begann die Submission – Stamm für Stamm. „Und das kann noch gut einen Tag dauern“, so Stefan Fenner, Unternehmenssprecher der Niedersächsischen Landesforsten“, am Mittwoch gegenüber SVZ. Kein Wunder bei insgesamt 2449 Festmetern (Fm) und 800 Losen besonders hochwertigen Nadelholzes aus den Wäldern verschiedener Waldbesitzarten der Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf den Lagerplätzen „Oerrel“ und „Himmelsleiter“. Im einzelnen waren das 936 Fm Lärche, 925 Fm Douglasie; 579 Fm Kiefer sowie gerade einmal zehn Fm Fichte.

Das Forstamt Schlemmin mit seinen sieben Revieren schickte in diesem Jahr insgesamt „knapp 50 Festmeter nach Oerrel“, erklärte David Zenker, Holzvermarkter im Forstamt, auf SVZ-Nachfrage. „Aus den Revieren Weiße Krug und Warin waren es knapp 20 bzw. neun Festmeter Kiefer. Hinzu kamen zwei Lärchen aus dem Revier Qualitz sowie zwei Lärchen und drei Douglasien aus dem Schlemminer Revier.“

Dabei reichte das Schlemminer Forstamt seine besten Stämme als „Titelverteidiger“ ein. Denn 2016 hatte man den teuersten Einzelstamm der Submission – eine Lärche mit einem Volumen von 5,29 Fm, die zum Gesamtpreis von 2100 Euro von einem süddeutschen Furnierwerk ersteigert worden war. Und den höchsten Preis pro Festmeter erzielte mit 469 Euro eine Lärche aus dem benachbarten Forstamt Bad Doberan.

Diesmal erbrachte das teuerste Einzelstück einen Festmeterpreis von gleich 780 Euro. Die Lärche mit einem Volumen von 3,42 Fm stand einst in Niedersachsen, genau im Forstamt Neuhaus im Solling. „Oh, oh“, quittierte der Schlemminer Holzvermarkter diesen Wert. „Na ja, wir können nicht immer gewinnen…“


Glatter Tausender pro Festmeter für Stileiche


David Zenker zeigte sich aber auch mit den Erlösen für seine in Oerrel angebotenen „Nadler“ durchaus zufrieden. „Bei der Kiefer hatten wir vier Lose. Drei gingen weg für 161 Euro der Festmeter, eines aus dem Revier Weiße Krug mit 151“, so Zenker, der mit den Submissions-Preisen umso mehr zufrieden war, als er von SVZ den 2017er-Bestwert von 191 Euro/Fm erfuhr. „Da sind wir ja gar nicht so weit weg.“ Im Durchschnitt wurde von den Bietern für Kiefer in Oerrel übrigens 132 Euro gezahlt.

Bei den Douglasien sieht es wie folgt aus: Die aus dem Schlemminer Revier brachten 169 Euro/Fm ein und lagen damit unterm Durchschnitt von 182. Die oberste Spanne endete bei 288 Euro/Fm. Besser verkauften sich hingegen die Lärchen. „Hier hatten wird zwei Lose. Die Bäume aus dem Qualitzer Revier brachten 223 Euro, die aus der Schlemminer Ecke 243 Euro der Festmeter“, verkündete Zenker die taufrischen Zahlen. Der Durchschnitt war hier 210.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf, dass zwar die Spitzenwerte bei den drei Baumarten überboten worden, die Durchschnittserlöse jedoch fast gleich (Kiefer) bzw. etwas darunter lagen. „Kein Baum ist wie der andere. Es liegt alles in der normalen jährlichen Schwankungsbreite“, so Stefan Fenner von den Niedersächsischen Landesforsten. Insgesamt hätten 15 Firmen aus Deutschland und den Nachbarländern Gebote abgegeben. Bei der Laubbaum-Auktion zuvor in Linstow erbrachte „eine Traubeneiche aus der Boitiner Ecke den Bestwert von 1400 Euro der Festmeter (SVZ berichtete). Eine andere Traubeneiche aus dem Revier Oettelin war mit 990 Euro dabei“, so Schlemmins Holzvermarkter. Und die Stileiche aus dem Revier Warin, die direkt am Steeder See stand, ging für glatte 1000 Euro je Festmeter weg.

Laut David Zenker sind die 1400 Euro „ein ziemlich guter Preis, aber nicht der Spitzenwert“. Den erzielte eine Eiche aus dem Forstamt Rothemühl (Vorpommern-Greifswald) mit 2200 Euro.

Der Auktions-Nettopreis für das Forstamt Schlemmin betrug in Linstow 43 000 Euro, so Zenker. Neben Eichen war man hier auch mit Buchen, Eschen, Birken, Erlen und der Vogelkirsche vertreten.






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