Bernitt : Nachwuchs an der Töpferscheibe

Anna Scharping  an der fußbetriebenen Töpferscheibe.
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Anna Scharping an der fußbetriebenen Töpferscheibe.

Keramiker Reiner Finck in Bernitt ließ sich eine Woche lang von Praktikantin und Lehrlings-Anwärterin auf die Finger sehen / Viele Gäste schauten bei ihm ein

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09. März 2014, 17:03 Uhr

„Ich hab’ schon das ganze Sortiment von Rainer Finck zu Hause“, sagt Yvonne Henschke aus Jürgenshagen. Trotzdem schaute sie am Sonnabend mal wieder in der Töpferei des Bernitter Keramikers vorbei, denn ein Geschenk zum Geburtstag musste her. Ihre Ausbeute diesmal: einige Tassen und Becher.

„Ich hab’ so einige Stammkunden, die immer wieder vorbei schauen“, freut sich der Töpfer. So mancher Besucher am letzten Wochenende kam aber auch zum ersten Mal, um sich bei Rainer Finck umzusehen und seiner Praktikantin Anna Scharping im Garten beim Arbeiten an der Töpferscheibe zuzusehen. Dabei kam diese ganz schön in Schwitzen, weil sie erstmals an einer Töpferscheibe saß, die selbst mit dem Fuß angetrieben werden musste. „Die fußbetriebene Scheibe nehm’ ich öfter auf Märkte mit zum Vorführen und damit sich die Leute daran selbst ausprobieren können“, sagt Rainer Finck. Auf so einem Markt im Pommerschen Landesmuseum Greifswald hat die aus Demmin stammende 19-jährige Anna, die gerade ihr Abitur gemacht hat, den Töpfer auch zum ersten Mal gesehen. „Mir gefielen seine Arbeiten und es ist schwierig, jemanden zu finden, der Keramiker ausbildet. Deshalb hab’ ich Herrn Finck gefragt“, erzählt Anna. Nun schaute sie für eine Woche zu einem Praktikum in der Werkstatt vorbei, die sich seit vier Jahren in der früheren katholischen Kapelle von Bernitt befindet.

Wenn es mit der Ausbildung klappt, wird Anna im Sommer wiederkommen. „Es ist so faszinierend, aus einer weichen Masse wie Ton solche zeitbeständigen Werke wie Geschirr oder Kunstgegenstände zu machen“, sagt die 19-Jährige. Dies sei auch ihr Hauptgrund für ihren Berufswunsch gewesen, meint sie. Wenn Anna ihre Lehre bei Töpfermeister Rainer Finck beginnen sollte, ist sie der dritte Lehrling, dem der jetzt 52-Jährige sein Handwerk beibringt.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Montag-Ausgabe.

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