Nach der Hundeattacke: Dobermann aus Gruppe entfernt

von
03. Mai 2013, 09:54 Uhr

Käterhagen | In einer "Verkettung unglücklicher Umstände" sieht Amtstierärztin Katrin Lenz vom Landkreis Rostock die Bissattacke von vier großen Hündinnen am Sonnabend gegen ihre 28-jährige Halterin auf einem Gehöft in Käterhagen. Die Frau war Sonnabend Früh von ihrem Dobermann, Rottweiler, Schäferhund und Schäferhundmischling zu Boden gerissen und gebissen worden (wir berichteten). Ein durch die Hilfeschreie alarmierter Nachbar und der Lebensgefährte der Frau konnten die Hunde von der am Boden liegenden Frau trennen. Die Frau wurde in die Warnow-Klinik gebracht. Nachdem dort ihre beiden erheblich verletzten Hände ärztlich versorgt und verbunden wurden, konnte die Frau die Klinik wieder verlassen.

"Es war aber nicht so, dass sich die Hunde auf die Frau gestürzt hatten in der Absicht, diese zu zerfleischen", sagt die Amtstierärztin. Es habe vielmehr Rangeleien um die Vorherrschaft innerhalb der Gruppe gegeben. Denn es handele sich um vier kräftige, große, allesamt recht dominante Tiere, unter denen es irgendwann schon mal zu Kämpfen um den Platz 1 in der Gruppe komme. Als jüngste Hündin habe offenbar der Dobermann die älteste in der Gruppe, die Schäferhündin, angegriffen. Die Besitzerin habe sich dazwischen geworfen, um den Schäferhund zu schützen. Da waren aber die Hunde schon so "in Ekstase", dass sie wahllos zubissen.

Der Dobermann wurde inzwischen aus der Gruppe entfernt und einem "anderen sachkundigen Halter übergeben", so Katrin Lenz. "Wir wollen mal abwarten, ob sich Gruppe jetzt beruhigt", sagt sie. Es sei jedenfalls nicht erstrebenswert, schätzt die Tierärztin ein, dass jemand vier solcher großen Hunde hält. "Das ist ja schon ein Rudel, da sind Machtkämpfe vorprogrammiert."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen