Bützow : Musikschule feiert 60. Jubiläum

Das Symphonische Blasorchester der Kreismusikschule Güstrow unter der Leitung von Lothar Reißenweber. Hier bei einer Probe im August 2013.
Das Symphonische Blasorchester der Kreismusikschule Güstrow unter der Leitung von Lothar Reißenweber. Hier bei einer Probe im August 2013.

Zu diesem Anlass öffnen die Arbeitsstellen in Bützow, Teterow und Güstrow ihre Türen

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26. Juni 2016, 21:00 Uhr

Mit einer Festwoche bis zum 3. Juli feiert die Kreismusikschule Güstrow ihr 60-jähriges Bestehen. Für Besucher haben die Mitarbeiter der Schule eine Vielzahl von Angeboten vorbereitet. So stellen sich an Tagen der offenen Tür heute die Arbeitsstellen in Teterow, morgen in Bützow und am Mittwoch in Güstrow Interessierten vor. „Wir haben Unterricht zum Schnuppern und Genießen vorgesehen, viele Aufführungen und Konzerte unserer Ensembles oder Kostproben der Tanzabteilung“, kündigt Schulleiterin Ulrike Bennöhr an.

Daneben haben Eltern und ihre Kinder ausführlich Gelegenheit, sich über die Angebote der Kreismusikschule zu informieren, die Lehrer zu befragen oder auch einmal ein Instrument auszuprobieren.

Ein Höhepunkt der Festwoche dürfte am Freitag das Festkonzert im Festsaal des Schlosses werden. „Wir haben ehemalige Lehrer und Schüler aufgespürt und viele haben zugesagt, in dem Konzert mitzuwirken“, freut sich die Schulleiterin. Der Schlusspunkt unter die Festwoche wird am 3. Juli im Wildpark gesetzt, wenn über 400 Musik- und Tanzschüler beim großen AWG-Sommerfest mitwirken werden.

Die Geschichte der Musikschule in der Barlachstadt setzte 1956 ein, als aus der Güstrower Außenstelle der Musikschule Parchim die Volksmusikschule Güstrow wurde. „Die vorrangige Aufgabe der Schule bestand anfangs darin, Talente zu finden und zu fördern und sie für eine Laufbahn als Berufsmusiker in einem Orchester zu begeistern“, erzählt Ulrike Bennöhr. Sie verweist auf eine dreibändige Chronik, in der die Tanzpädagogin Ute Moll, die über viele Jahre die Tanzabteilung leitete, Geschichten und Geschichte der Schule akribisch zusammengetragen hat.

So ist erwähnt, dass Anfang der 1960er-Jahre die Arbeit in den Außenstellen Bützow und Sternberg gefährdet war, weil für die Lehrer kein Fahrzeug zur Verfügung stand. Helmut Frenkel, der damalige Direktor, stellte daraufhin beim Rat des Bezirkes Schwerin den Antrag, das zurückgelassene Auto seines republikflüchtigen Nachbarn für die Musikschule nutzen zu dürfen. Der Deal klappte und das Fahrzeug versah seine Dienste, bis die Kollegen 1968 einen werksneuen „Musikschul-Trabi“ aus Zwickau holen durften.

Die Chronik, die auch die Erfolge Güstrower Musikschüler bei renommierten Wettbewerben aufführt, kann während der Festwoche eingesehen werden.

Heute erhalten rund 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter dem Dach der Kreismusikschule Güstrow eine Instrumental-, Gesangs- oder Tanzausbildung. Es gibt an die 30 Unterrichtsangebote, die von 17 fest und 40 nebenamtlich angestellten Lehrern gesichert werden.

Neben den Arbeitsstellen in Güstrow, Teterow und Bützow werden noch weitere Unterrichtsorte wie Mühl Rosin, Krakow am See oder Jürgenshagen von der Musikschule bedient.

Aufgebaut wurde auch eine musikalische und tänzerische Früherziehung für Kinder ab drei Jahren. Besonders gern musizieren Schüler und Lehrer in Gruppen, Ensembles oder im Orchester. Davon stellen sich einige während der Festwoche vor.


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