Bützow : Musikalischer Auftakt gelungen

Alle 400 gedruckten Eintrittskarten für das Konzert mit Andreas Pasternack und seiner Band in der Bützower Stiftskirche wurden verkauft. So waren die Besucherreihen wieder gut gefüllt.  Fotos: Ralf Badenschier
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Alle 400 gedruckten Eintrittskarten für das Konzert mit Andreas Pasternack und seiner Band in der Bützower Stiftskirche wurden verkauft. So waren die Besucherreihen wieder gut gefüllt. Fotos: Ralf Badenschier

Förderverein Stiftskirche Bützow möchte verschobene Pläne nachholen und neue Aufgaben in Angriff nehmen

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03. Januar 2016, 19:22 Uhr

So kalt war es noch nie wie bei der dritten Auflage des Neujahrskonzerts mit Andreas Pasternack und Band gestern Abend in der Bützower Stiftskirche. Jedenfalls vor dem Kirchentor. Dort herrschten eisige zehn Grad minus. Da waren die sieben Grad hinter den dicken Kirchenmauern schon fast angenehm. Und trotz der eisigen Temperaturen strömten an diesem ersten Neujahrswochenende einmal mehr die Besucher in Bützows Nationalen Kulturdenkmal. Und die Musiker spielen ohnehin immer, egal bei welchen Temperaturen, erklärte Andreas Pasternack: „Schließlich haben die Leute den Eintritt bezahlt.“ Und die Nachfrage nach Karten war schon im Vorverkauf groß, wie Dr. Rainer Boldt vom Vorstand des Fördervereins Stiftskirche erklärte.

Der Verein blickt auf ein Jahr zurück, das, wie könnte es anders sein, natürlich von den Ereignissen am 5. Mai, vom Tornado geprägt war. „Ich kam an diesem Abend etwas zu spät zum Bauausschuss, der im Rathaus stattfinden sollte“, erzählt Vereinschef Axel Ulrich. Er habe das kaputte Kirchendach gesehen, sei gleich aufs Dach gestiegen. Was wirklich passiert sei, habe man erst später so richtig begriffen. „Dennoch hatten wir ja Glück im Unglück, das der Turm nicht umgekippt ist“, resümiert Ulrich. Und das auch im Inneren der Kirche nichts kaputt gegangen sei.

Verschieben musste der Verein aufgrund der Ereignisse und den dann folgenden Sanierungs- und Reparaturarbeiten an der Stiftskirche die feierliche Wiedereinweihung der Lüder’schen Sommersonnenuhr. Das heißt, ein Duplikat sollte im August 2015 an der Kirche angebracht werden. „Das wollen wir nun in diesem Jahr nachholen. Dadurch haben wir auch noch Zeit, eine Broschüre zur Sonnenuhr herzustellen und können diese dann anbieten“, erklärt Axel Ulrich. Der Termin bleibt: August 2016.

Verschoben hat der Verein auch sein Dankeschön-Kaffee – ein gemütlicher Nachmittag, zu dem Mitglieder und Unterstützer des Vereins traditionell zum Jahresanfang eingeladen werden. „Wir wollen das am 5. Mai machen. Genau ein Jahr nach dem Tornado können wir Bilanz ziehen, was sich getan hat“, sagt der Vereinschef. Dem Verein sei das wichtig, denn die Arbeit wird von Mitgliedern und vielen Helfer gleichermaßen getragen.

Nur so können Veranstaltungen wie das Neujahrskonzert umgesetzt werden. Sabine Wappler aus Warnow ist seit rund fünf Jahren Mitglied im Bützower Verein. „Ich wollte, nachdem ich in den Ruhestand gegangen bin, mich ehrenamtlich engagieren“, erzählt Sabine Wappler. Es sei beeindruckend, das eine so kleine Stadt, „natürlich geschichtlich begründet“, eine so große Kirche hat. Und es sei schön, dass sie zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt wurde und so umfangreich saniert werden kann.

Und damit soll es auch weitergehen, wie Axel Ulrich erklärt. Der Verein selbst will helfen, weiteres Geld für die Sanierung der beiden Buntglasfenster einzuwerben. Und dann geht es schon wieder um eine neue Herausforderung. Man möchte das Geläut der Kirche wieder vervollständigen. Das bestand aus vier Glocken. Gegenwärtig gibt es nur drei. Genaueres möchte man mit der Kirchengemeinde abstimmen, erklärt Axel Ulrich.

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