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Oldtimermuseum Groß Raden : Museum präsentiert Vogelserie

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Verein „Freunde historischer Fahrzeuge“ lädt zur neuen Saison ein

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Sie heißen Schwalbe, Star, Habicht, Sperber und Spatz. Aber auch SR1, SR2 und der Stadtroller SR50 sind zu sehen – im Oldtimermuseum in Groß Raden. „Wir können die gesamte Vogelserie von Simson präsentieren, einige Mopeds und Motorräder in unserer Ausstellung sind neu“, erklärt Dieter Rechner, Mitglied im Verein „Freunde historischer Fahrzeuge“. Allerdings müssen sich Besucher noch ein wenig gedulden. Zwar hatte das Museum über Ostern geöffnet, offizieller Saisonbeginn ist aber am
1. Mai. Und wie im Vorjahr wird es für Besucher bis einschließlich 3. Oktober nur sonnabends, sonn- und feiertags jeweils von 11 bis 16 Uhr möglich sein, durch die drei Etagen zu schlendern.


Für Verein gibt es keine Förderung


Vereinsmitglieder sichern die Öffnungszeiten ab – während der vier Tage zu Ostern waren es Uwe Junghans, Dieter Rechner, Peter Koblin und Ronald Fentens, ab 1. Mai sind es Klaus Ziercke und Axel Walter. Der Verein, der keine Förderung bekommt, muss an die Mitglieder, die als gering Beschäftigte das Museum betreuen, seit 2015 den Mindestlohn zahlen. Doch das seien längst nicht alle Ausgaben; hinzu kämen Versicherung, Strom, Heizkosten im Winter ..., zählt Dieter Rechner auf. Und so werden Öffnungszeiten wie bis 2013, als der Museumsbesuch noch täglich möglich war oder im darauf folgenden Jahr wenigstens noch mittwochs bis sonntags wohl immer der Vergangenheit angehören müssen.

Doch die Vereinsfreunde wollen nicht aufgeben. „Das macht hier einfach Spaß. Wir haben wirklich wunderschöne Sachen. Und wenn man mit Besuchern ins Gespräch kommt, hört man was Neues und bekommt auch noch viel Wissen dazu“, sagt Rechner. Nicht nur ihn freut, dass Leute immer wieder versicherten, wie schön das Museum sei. „Viele kommen dann auch immer wieder“.

Wie Peter Maerkel aus Schwerin, den es zu Ostern für eine Radtour in die Gegend um Groß Raden geführt hatte. „Das Oldtimermuseum ist eine tolle Sache. Wie die Fahrzeuge gepflegt sind. Anerkennung! Ich bin im Jahr mehrmals in dieser schönen Region und besuche auch das Museum öfter“.


Autos aus Baujahren 1925 und 1928


Für den 22. Mai hat sich aus Hamburg eine große Gruppe mit Oldtimern angemeldet. „Wenn Gruppen kommen wollen, geht das auch außerhalb der Öffnungszeit. Das ist im Vorstand abgestimmt“, sagt Dieter Rechner. Er würde sich wünschen, dass sich mehr junge Leute für die alten Fahrzeuge interessierten und nicht in erster Linie dafür, dass ein Fahrzeug heute möglichst schnell sei.

Denn im Museum stünden viele Schmuckstücke. Wie bei den Autos ein Ford T von 1925. „Früher waren die Fahrzeuge Einzelanfertigung. Das ist mit das erste, was am Band produziert wurde“, sagt Rechner. Zu sehen gibt es ebenso einen Ford A von 1928, da war dann schon Serienproduktion angesagt. Nur noch ein Exemplar in Deutschland gibt es vom „Brennabor“ von 1925 aus deutscher Produktion. Dieses Auto mit gerade mal 25 PS und 1569 ccm Hubraum kann in Groß Raden bewundert werden – es ist eine Leihgabe.

Dieter Rechner und seine Vereinsfreunde freuen sich auf die neue Saison und auf viele, viele Besucher. Auch am 1. Mai, wenn es wieder heißt: Motoren anlassen, dieses Jahr unter dem Motto: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

„Schwalbe, Sperber, Habicht, Star und Spatz, das wäre was auf unserem Museumsplatz. Habt ihr so‘n Fahrzeug und springt es an? Kommt am 1. Mai, wir lassen die Motoren an – am Oldtimermuseum in Groß Raden“, lädt der Verein herzlich ein.

 

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