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Groß Belitz : Müll heimlich an Feldweg entsorgt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Am Fuchsberg lagert Unrat und Bauschutt, der hier unerlaubt abgeladen wurde / Bürgermeister will dem ein Ende bereiten

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Wenn es um die Entsorgung von Sperrmüll und Bauschutt geht, werden die Menschen kreativ. In Groß Belitz wird der Unrat an einem Feldweg in rauen Mengen abgelegt. „Das ist die schlimmste Ecke, die mir bekannt ist“, sagt Bürgermeister Friedemann Preuß und schüttelt den Kopf. Im Gemeindegebiet gebe es einige andere Schandflecke zu beklagen, an denen Bürger einfach ihren Unrat unerlaubt ablegten. Doch in Groß Belitz werden die Leute besonders dreist, wenn sie ihren Schutt an einer kaum einsehbaren Stelle zwischen derzeit blühenden Rapsfeldern und einer Wiese auf dem Fuchsberg abliefern.

Mit Gartenabfällen begann das Problem im Herbst. Seit dem Frühjahr jedoch nehme der Konflikt untragbare Ausmaße an. „Wenn einer was bringt, bringt der nächste auch was“, ärgert sich Uwe Bohnsack, Geschäftsführer der Agrar eG Reinstorf, die den Privatweg nutzt, um die umliegenden Felder zu erreichen. Inzwischen liegen hier Reifen, Ziegelsteine, Fenster, Matratzen und selbst eine komplette Badezimmereinrichtung samt Toilette und Fliesen liegt hier.

In der Umgebung gebe es genügend Deponien und Recyclinghöfe, moniert Bürgermeister Preuß. Stattdessen würden besonders freche Müllentsorger von der Landstraße aus am Rand eines Feldes bis zum Fuchsberg fahren, um klammheimlich ihren Schutt loszuwerden. „Dafür muss man schon ortskundig sein“, meint Preuß. Eine Fläche von gut 160 Quadratmetern voller Abfall lagert direkt an dem Feldweg. Wenige Meter weiter noch einmal genauso viel.

Bohnsack macht sich zudem Sorgen, dass die illegale Müllentsorgung für ihn noch ganz andere Konsequenzen haben könnte. Der Wind trage immer wieder Unrat auf die Felder. So sticht beispielsweise ein blauer Müllsack zwischen dem Raps hervor. Bisher hätten die Fahrer der Landmaschinen immer rechtzeitig reagieren können, doch ist der Raps erst einmal groß gewachsen, könnte bei der Ernte auch eine Maschine beschädigt werden, fürchtet Bohnsack.

„Wir müssen das dicht machen“, sagt Friedemann Preuß. Zunächst sollen Schilder darauf hinweisen, dass hier kein Müll abgeladen werden darf. Im nächsten Schritt soll eine tiefe Mulde den Weg über das Feld versperren und auch die Zufahrt über den Privatweg aus Groß Belitz blockiert werden. Gänzlich lässt sich der Weg nicht schließen. „Wir brauchen ja die Zufahrt“, begründet Preuß und fügt an: „Das geht nicht so weiter!“ Über das Amt Bützow-Land wird derzeit geklärt, ob der Betrieb auf Unterstützung bei der Entsorgung hoffen kann, damit dieser nicht allein auf den Kosten sitzen bleibt, die andere verursacht haben.

„Wir werden ein Signal setzen, dass es so nicht geht“, so der Bürgermeister der Gemeinde abschließend.

 

 

 

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