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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 16:28 Uhr

Zernin : Mord in der Pfarrscheune

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Anja Behn las in Zernin erstmals aus ihrem Krimi „Stumme Wasser“/ Die Wahlheimat der Autorin findet sich auch in der Handlung wieder

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 06:52 Uhr

Bei einem Glas Wein, Bier oder Wasser ließ es sich am Freitagabend in der schaurig schönen Atmosphäre der Zerniner Pfarrscheune wunderbar aushalten. Bei Kerzenschein lauschten die vielen Gäste, was Anja Behn aus ihrem Buch „Stumme Wasser“ preisgab. Am Anfang des Krimis gibt es natürlich einen Mord – der Kunsthistoriker Richard Gruben findet seinen alten Freund Friedrich Semmering tot in dessen Atelier auf. Die Suche nach dem Mörder beginnt.

Die Autorin entführte ihre Zuhörer für diese Geschichte gar nicht allzuweit. Denn der Ort Fahrenende, wo sie Gruben auf ein Abenteuer schickt, ist zwar ausgedacht, liegt aber irgendwo an der Ostsee und vereint auch Teile ihrer Wahlheimat Zernin in der Geschichte.

So finden sich die Gäste auch gedanklich in einer Pfarrscheune wieder, wo der tote Künstler sein Atelier hatte. „Ich konnte mir keinen besseren Ort für die erste Lesung vorstellen“, erzählte die Autorin in einer kurzen Pause. Sie habe die Scheune noch kennengelernt, als hier noch kein Betrieb denkbar war. „Es ist ein schöner, besonderer Ort. Einer, wie ich ihn an der Ostsee finden möchte“, so Behn.

In den Kapiteln wechselt sie die Perspektiven und gewährt so Einblick in die verschiedenen Perspektiven. Neben der Hauptfigur Richard Gruben, der versucht den Mord an seinem alten Freund aufzuklären, erfuhren die Gäste so auch mehr über Johanna, die in dem kleinen Ort geboren wurde. Die Enkelin des Getöteten schließt sich Gruben an, um den Mord aufzuklären.

„Ich muss sagen, beim Schreiben ist Waltraut Mulsow zu meiner Lieblingsfigur geworden“, verriet Anja Behn. Über die herzliche, typisch mecklenburgische Frau wollte sie dann aber doch nicht zu viel verraten.

Ihre Gäste hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits überzeugt. Während der Pause sicherten sich viele ein Buch und ließen sich ihr Exemplar von der Autorin signieren. „Mir gefällt, wie sie die Geschichte aufgebaut hat“, erklärt eine Zuhörerin aus Diedrichshof. „Ein bisschen neugierig bin ich jetzt schon geworden“, verrät Birgit Mierswa, warum sie das Buch ihrer Nachbarin direkt kaufte. In Zernin wird der Krimi wohl unter so einigen Weihnachtsbäumen landen.

„Ich bin total begeistert. Dass so viele Zuhörer gekommen sind, freut mich“, sagte Autorin Anja Behn. Für sie war es die erste Lesung überhaupt. Entsprechend groß sei die Anspannung zu Beginn gewesen. „Nach den ersten zehn Minuten war das aber schon vorbei.“

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