Kinderfest : Moisall bekommt einen Spielplatz

Schlangestehen beim Kinderschminken: Teresa Boldt (von links) malt Mary Jo Ann Anders ein Schmetterlingsgesicht. Schwester Megan ist als nächstes dran.
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Schlangestehen beim Kinderschminken: Teresa Boldt (von links) malt Mary Jo Ann Anders ein Schmetterlingsgesicht. Schwester Megan ist als nächstes dran. Fotos: Nicole Groth

Gemeindemitglieder feiern ihr erstes Kinderfest in Moisall / Bürgermeisterin verkündet Spende für Ortsprojekt

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22. August 2016, 12:00 Uhr

Kinderlachen ist zu hören, der Duft von Bratwurst steigt den Besuchern in die Nase und aus den Lautsprechern der Musikanlage ertönen bekannte Melodien – in lockerer Atmosphäre und bei schönem Wetter feierten die Moisaller am vergangenen Sonnabend ihr erstes Kinderfest. Auf der Spielwiese des Ortes kamen Jung und Alt zusammen, um den Tag miteinander zu genießen. Bewusst wählte Bürgermeisterin Birgit Czarschka die Fläche aus, um ihr Spielplatz-Projekt in den Fokus zu rücken. „Die Wiese soll ein Ort der Begegnungen für die Moisaller werden“, sagte sie.

Mit dem Fest kam die Bürgermeisterin ihrem Ziel einen ersten Schritt näher. Schon in den Vorbereitungen zeigte sich, dass die Gemeindemitglieder gerne mit anpacken. Zusammen mit Flüchtlingen bereitete Carola Fellner aus Ulrikenhof eine Suppe für die Festbesucher zu. „Das hat Spaß gemacht. Wir haben gemeinsam bei mir zu Hause geschnippelt und gekocht“, erzählt Fellner. Wer lieber Leckereien vom Grill bevorzugte, kam am Sonnabend ebenfalls auf seine Kosten. Von der Freiwilligen Feuerwehr gab es Bratwurst – umsonst. Wer dennoch einen kleinen Obolus entbehren konnte, unterstützte damit das Begegnungsprojekt. „Von der Ecovis-Stiftung haben wir 5000 Euro für die Umsetzung bekommen. Mit dem Geld können wir anfangen, einen richtigen Spielplatz in Moisall aufzubauen“, verkündete Bürgermeisterin Czarschka den Anwesenden.

Bereits während der 750-Jahr-Feier kam der Wunsch bei einigen Müttern im Ort auf, die Fläche zu verändern. Damals sammelten sie Spenden in Höhe von 800 Euro. Mit dem Zuzug von Flüchtlingsfamilien in diesem Jahr nach Moisall trat der Plan wieder stärker in das Bewusstsein der Bürgermeisterin. „Vor allem Flüchtlingskinder spielten gerne auf der Wiese. Doch außer einer Tischtennisplatte gab es keine anderen Möglichkeiten“, erzählte sie. Mit dem Geld der Stiftung könne das Vorhaben nun konkret angegangen werden.

„Ich freue mich über das Projekt. Eine ältere Dame, die im Block hier an der Wiese lebt, erzählte mir, dass sie es schön fand, durch die Flüchtlingsfamilien wieder Kinder draußen spielen zu sehen“, sagt Pastorin Gudrun Schmiedeberg, die sich mit einem Bastelstand am Kinderfest beteiligte. „Auch wenn viele der Flüchtlingsfamilien wieder weggezogen sind, bleibe der Bedarf für einem Spielplatz bestehen. „Gerade in Moisall leben viele Kinder, deshalb ist das Projekt wichtig. Wir möchten das für und mit den Moisallern umsetzen. Wer also Ideen hat, kann seine Vorschläge gern bei mir abgeben“, sagte die Bürgermeisterin.

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