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Kunstmuseum Schwaan : Moderne trifft auf Tradition

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Carolin Kampehl will Regionalitätsbezug und Netzwerk der Kunstmühle stärken

Aufbruch in eine neue Zeit: Die Schwaaner Kunstmühle startet mit Projektmanagerin Carolin Kampehl das Vorhaben „Kunstpunkte in Schwaan“. Ziel ist es, eine verstärkte regionale sowie internationale Präsenz des Museums aufzubauen. Die Vorbereitungen des Langzeitprojekts sind bereits in Gange.

„Wir möchten zu neuen Ufern aufbrechen“, sagt Kampehl. Junge Künstler, die zeitgenössisch arbeiten und einen Bezug zum ländlichen Raum haben, möchte die Projektmanagerin zum Museum holen. „In der ersten Etappe soll auf dem Gelände hinter der Kunstmühle ein Skulpturenpark entstehen“, sagt sie. Die Fläche gehöre schon immer zum Museum dazu und solle nun dazu dienen, zeitgenössischen Künstlern Raum für ihre Arbeit in Schwaan zu geben. „So bewahren wir die Tradition im Haus und zeigen die moderne Kunst draußen.“ Zurzeit sei Kampehl dabei, Kunstschaffende für das Skulpturenprojekt zu akquirieren. Wer sich berufen fühlt, an dem Park-Projekt teilzunehmen, kann sich bei den Mitarbeitern der Schwaaner Kunstmühle melden. Im zweiten Schritt werde das international-kulturelle Netzwerk des Museums ausgebaut. Durch Kooperationen mit Staaten des Nordostens möchte Kampehl jeweils drei Künstler pro Jahr zum Museum holen. Während ihres Aufenthaltes in Schwaan sollen sie bestimmte Themen künstlerisch umsetzen. Ausstellungen der Projektkünstler innerhalb des Museums seien nicht geplant. „Trotz der räumlichen Trennung zwischen Tradition und Moderne erhoffen wir uns, dass die Künste eine Symbiose in Bezug auf das Museum eingehen“, sagt Kampehl.

Ebenfalls im Freien findet in diesem Jahr wieder ein Pleinair in Schwaan statt. Interessierte können Künstlern während der Freiluftmalerei über die Schulter schauen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist für den kommenden Herbst geplant.

„Wir möchten vor allem die Menschen aus der Region zu uns holen. Dafür präsentieren wir ihnen Kunst mit ländlichem Bezug. Wir wollen Besuchern zeigen, wie früher gearbeitet wurde, sie gleichzeitig aber auch mit jungen Künstlern und der modernen Kunst in Kontakt bringen“, sagt die Projektmanagerin.

Kampehl ist gelernte Kunsttherapeutin. Die Rostockerin hat schon von klein auf einen Bezug zu Schwaan. „Meine Kindheit habe ich bei meiner Oma in Letschow verbracht. Deswegen kenne ich die Gegend gut.“ Kampehl ist ebenfalls Künstlerin und beschäftigt sich zum größten Teil mit der Malerei. Neben ihren Projektarbeiten in der Kunstmühle kümmere sie sich auch um die Museumspädagogik. Dafür erstelle sie ein Konzept für unterschiedliche Altersklassen, um Kinder und Jugendliche mit dem Museum vertraut zu machen.

An weiteren Ideen für die Kunstmühle mangele es bei der Projektmanagerin nicht. Die Schwierigkeit bestehe darin, Vorhaben umzusetzen. „Ich freue mich über jeden, der die Kunstmühle oder einen bestimmten Künstler für unser Projekt unterstützen möchte“, sagt Carolin Kampehl.

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erstellt am 20.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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