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Gross Belitz : Mit Zollstock auf dem Spielplatz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Sachverständiger gibt neue Geräte frei. Kinder müssen sich dennoch gedulden

von
erstellt am 06.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Über Langeweile können sich die Kinder aus Groß Belitz bald nicht mehr beklagen. In Zukunft können sie sich auf dem neuen Spielplatz austoben, der direkt neben dem Löschwasserteich des Ortes errichtet wurde. Gestern traf sich Bürgermeister Friedemann Preuß (SPD) mit allen Beteiligten des Projektes zur endgültigen Abnahme der Spielgeräte. Am wichtigsten war dabei die Einschätzung des Sachverständigen für Spielplatzsicherheit, Frank Wiederhöft. Sein Ergebnis: „Es ist ein sehr schöner Spielplatz und ich sehe keine Bedenken.“

Etwa drei Wochen lang hat die zuständige Baufirma aus Rostock für die Errichtung des Spielplatzes, zu dem eine Schaukel, ein Klettergerüst mit Rutsche und eine Sitzgruppe gehören, gebraucht. Der Planungsprozess begann allerdings schon im vergangenen Jahr. „Die Eltern sind auf mich zugekommen und haben mich nach einem Spielplatz gefragt. Dann haben wir Fördermittel über das Programm Dorferneuerung beantragt“, erzählt Friedemann Preuß. Mit Erfolg: 90 Prozent der Gesamtkosten, die bei rund 28 000 Euro lagen, wurden gefördert, die restlichen zehn Prozent kommen aus der Gemeindekasse.

Die neuen Spielgeräte in Groß Belitz sind auch trotz erfolgreicher Bauabnahme noch nicht freigegeben. Grund dafür ist die unmittelbare Nähe zum Feuerlöschteich. Dieser könnte für spielende Kinder gefährlich werden, da die Möglichkeit besteht, dass sie beim Toben zu dicht an die Böschung geraten, sagt Friedemann Preuß. Mit den Sachverständigen einigte sich der Bürgermeister darauf, eine klare Abgrenzung zu errichten, sodass der Spielplatz ohne Einschränkungen genutzt werden kann. Darum wolle er sich so schnell wie möglich kümmern, sagt Friedemann Preuß.

Neben Groß Belitz haben auch die anderen Ortsteile der Gemeinde Bedarf an neuwertigen Spielgeräten. So versucht eine Elterninitiative in Passin schon seit vergangenem Jahr, Spenden dafür zu sammeln (SVZ berichtete). Nun hat die Gemeinde einen Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm gestellt. „Es war auch schon jemand da und hat sich den Spielplatz in Passin angeschaut. Es sei förderungswürdig, hieß es da. Aber ob es am Ende wirklich etwas gibt, erfahren wir Ende September, Anfang Oktober“, so Friedemann Preuß. Nötig ist eine Erneuerung allemal: Nur ein Gerät sei noch vom TÜV abgenommen worden, berichtet der Bürgermeister. Und auch in Klein Belitz gibt es in Sachen Spielplatz Bedarf. Friedemann Preuß: „Da sind wir jetzt auch dran.“

Dass Groß Belitz jetzt schon mal so gut ausgestattet ist, freut den Bürgermeister auch angesichts der vielen jungen Familien, die sich verstärkt dort ansiedeln. „Das sollte man würdigen, indem man ihnen einen solchen Begegnungsort bietet.“

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