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Bützow : Mit Märchen auf Fantasiereise gehen

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Insgesamt 47 Medien mit den Märchen der Gebrüder Grimm finden sich alleine in der Bützower Bibliothek. Ob diese Geschichten noch zeitgemäß sind und welche Rolle sie heute für Kinder spielen:

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 07:03 Uhr

Bützow | "Durch Märchen werden Kinder zum Träumen und Fantasieren angeregt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kindheit", sagt Sabine Prescher, Leiterin der Stadtbibliothek.

Rund 47 Medien von den Gebrüdern Grimm findet man in den Regalen der Bibliothek. "Kinder lassen sich nicht nur gerne Märchen vorlesen. Auch die Hörspiele sind sehr beliebt", weiß die Bibliothekarin.
Heute werden die Haus- und Kindermärchen der Gebrüder Grimm 200 Jahre alt. Sie prägten mit ihrer Vielzahl und Vielfalt den Begriff des Märchens hierzulande. Charakteristisch dafür sind sprechende Tiere, Zauberer und Hexen sowie Riesen. Märchen sind frei erfunden. Die Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt. SVZ wollte wissen: Sind Märchen, wie die der Gebrüder Grimm, noch zeitgemäß? Was bedeuten Ihnen Märchen überhaupt? Welche Rolle spielten Märchen in ihrer Kindheit?

"Mich haben Märchen immer sehr berührt", erzählt Inge Bloch. Am liebsten mochte sie "Hänsel & Gretel" und auch "Brüderchen & Schwesterchen". Das beschriebene Leid der Kinder, der Schmerz und die Hungersnot waren für die Rühnerin so herzergreifend. Heute sei es eher seltener, dass sie zu einem Märchenbuch greift. "Mein sechsjähriger Enkel findet Piraten und Ritter interessanter", bedauert die 60-Jährige.

Ute Trzinski, Schulleiterin der Freien Schule, findet die Behandlung von Märchen im Lehrstoff sehr wichtig. "Das gemeinsame Vorlesen und Nachlesen, das Nacherzählen sind wichtige Elemente, die dadurch bei den Kindern gefördert werden können. Aber es lässt sich ganz individuell gestalten, da es ja auch Videos oder CDs von den Märchen gibt", sagt Trzinski.

Ganz aktiv im Umgang mit den Märchen beteiligen sich die Mitglieder des Elternrates. "Bereits zum zweiten Mal haben sie ein Märchen auf eine lustige, moderne Art und Weise aufgeführt. Im vergangenem Jahr war es ihre Version von ,Rotkäppchen, dieses Jahr ,Dornröschen", erzählt die Schulleiterin. Selber habe sie auch einige Märchenbücher, darunter auch eine richtige Rarität. Ein Märchenbuch aus den 1950-ern in alter Schrift und Sprache gefalle der Pädagogin sehr. "Es ist mal etwas anderes", sagt Ute Trzinski.

Als "Märchentante" könnte man Sabine Prescher bezeichnen. "Ich lese den Kindern gerne Märchen vor. Man ist Teil einer Fantasiereise. Ich gebe ihnen eine kleine Starthilfe, indem ich ihnen den Anstoß dazu vorlese", sagt die Bützowerin. Ganz traditionell bekommt der dreijährige Enkel dieses Jahr auch ein Märchenbuch geschenkt.

Mit dieser Geschenkidee steht sie nicht alleine da. "Gerade zur Weihnachtszeit sind Märchenbücher sehr beliebt. Und am begehrtesten ist immer noch der Klassiker ,Die Haus- und Kindermärchen der Gebrüder Grimm", berichtet Monika Wunder aus der Buchhandlung am Markt.

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