Crowdfunding Aktion : Mit „Krachophil“ zum Erfolg

Mit ihrer Rockmusik begeistern Tobias Horstman, Lennart Münchow, Lucas Bartels, Johann Knoche und Georg Salomon von Sonuvabitch regelmäßig auf Konzerten.
Mit ihrer Rockmusik begeistern Tobias Horstman, Lennart Münchow, Lucas Bartels, Johann Knoche und Georg Salomon von Sonuvabitch regelmäßig auf Konzerten.

Die Band Sonuvabitch will über das Internet 6000 Euro für die Produktion ihres zweiten Albums einsammeln

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12. September 2015, 16:00 Uhr

Rockige Klänge und gute Stimmung – dafür ist die Bützower Band Sonuvabitch schon seit 2009 bekannt. Jetzt haben die fünf ein neues Album aufgenommen. Die Scheibe, die den Titel „Krachophil“ trägt, hat gleich zwei Besonderheiten. Zum einen ist sie – im Gegensatz zum ersten Album der Band – in deutscher Sprache gehalten. Zum anderen soll die Produktion der Tonträger durch Crowdfunding finanziert werden. Zur Erklärung: Crowdfunding ist eine Möglichkeit der Finanzierung durch das Internet. Über Plattformen wie Kickstarter oder Startnext sollen möglichst viele potenzielle Unterstützer erreicht werden, die durch ihre Vorbestellungen die Pläne der Band finanziell ermöglichen.

Die Kampagne von Sonuvabitch läuft noch bis Ende September. Insgesamt 6000 Euro wollen die Musiker bis dahin einnehmen. „Da wir weder Label noch Agentur haben, Musikproduktion jedoch nicht billig ist, müssen wir in puncto Finanzierung kreativ werden“, sagt Gitarrist Georg Salomon. Aufgenommen haben sie das Album in den letzten zwölf Monaten in Berlin und Rostock. Durch das Crowdfunding wollen sie nun den Druck von CDs und T-Shirts sowie die anstehende Deutschland-Tournee finanzieren. Die Veröffentlichung soll schließlich am 9. Oktober mit einem Konzert im Rostocker M.A.U. Club gefeiert werden.

Den Titel der Scheibe haben die Bandmitglieder bewusst gewählt, um ein Zeichen zu setzen. „Er drückt aus, dass wir die Musik, die im Radio gespielt wird, satt haben und uns endlich wieder richtigen Krach wünschen“, sagt Lennart Münchow, Bassist von Sonuvabitch. Und so heißt es in einem Song dementsprechend auch „Wir wollen unseren Krach zurück...“. Darüber hinaus packen Sonuvabitch auf der Platte aber auch gesellschaftliche Themen an, verrät Münchow.

Den Wechsel zur deutschen Sprache hat sich die Band genau überlegt. „Für unsere Zuhörer ist es einfacher zu verstehen, wir wollen damit direkt auf sie eingehen“, so Münchow.

Mit der gleichen Einstellung verfolgen die Musiker auch ihre Crowdfunding-Kampagne, die über das Internetportal Startnext läuft. So gibt es auf der Facebookseite der Band Informationen zum aktuellen Stand. „Wir wollen unseren Unterstützern zeigen, was mit ihrem Geld passiert“, so Lennart Münchow.

Bislang haben Sonuvabitch etwas mehr als 1300 Euro gesammelt. Der Haken: Kommen die anvisierten 6000 Euro nicht bis zum Ende der Kampagne zusammen, geht auch das schon eingenommene Geld wieder zurück an die Unterstützer. Mit dieser Richtlinie, dem so genannten Alles-oder-Nichts-Prinzip, soll das Risiko für Spender und Projektinitiatoren gleichermaßen gering gehalten werden.

Jetzt hofft die Band darauf, dass sich genügend Unterstützer finden. Als Dankeschön – beim Crowdfunding bekommen die Spender in der Regel eine Gegenleistung – winken neben der CD oder T-Shirts, auch Geschenke wie Musikunterricht, ein persönliches Geburtstagsständchen oder komplette Konzerte.

Weitere Infos: https://www.startnext.com/soab/fans/

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