Schwaan : Mit der Honigbiene zum Wettbewerbs-Erfolg

Für seine Präsentation über die Honigbiene nutzte Jakob Rese viel Anschauungsmaterial.
Für seine Präsentation über die Honigbiene nutzte Jakob Rese viel Anschauungsmaterial.

Für seine Präsentation bekommt Jakob Rese einen Sonderpreis des Jugendherbergwerks

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14. Juni 2016, 05:00 Uhr

Mit der Facharbeit zum Wettbewerbssieg: Jakob Rese aus Schwaan hat mit seinem Unterrichtsprojekt über die Honigbiene an der Prof.-Franz-Bunke-Schule einen Sonderpreis des deutschen Jugendherbergwerks gewonnen. „Es war zwar ein tolles Projekt, aber es gibt ja auch ganz viele andere, die sehr gute Arbeiten eingereicht haben. Deswegen ist das für mich eine riesige Auszeichnung“, sagt Jakob.

Angefangen hat alles 2014, als sich der damalige Zehntklässler auf die Suche nach einem Thema für seine Jahresarbeit machte. „Mir war von Anfang an klar, dass ich das im Fach Biologie mache, weil ich es sehr spannend finde“, erzählt er. Letztlich habe er seiner Lehrerin dann vorgeschlagen, etwas über die Biene zu machen. „Das hat gut gepasst, weil wir anlässlich unseres Herbstprojektes immer einen Vortrag über die Biene hören“, sagt Katrin Hacker. Am Ende stand fest: Jakob wird den Schülern alles über das Thema erklären.

In wenigen Wochen arbeitete er eine komplexe Präsentation mit dem Titel „Die Biene für Schüler in 90 Minuten“ aus. Dafür hat er die Schule nach passenden Materialien durchforstet und im Internet nach Anregungen gesucht. „Ich habe nur einige Impulse gegeben, aber den Rest hat er allein gemacht“, sagt Katrin Hacker.

Die wichtigste Prämisse bei der Ausarbeitung der Präsentation sei ein hoher Anteil an Praxis gewesen, berichtet der 17-Jährige. So hat er seinem Publikum, den damaligen Sechstklässlern, den Körperbau der Honigbiene nicht nur erklärt, sondern mit ihnen auch das sogenannte Facettenauge des Tiers nachgebaut, Honig verkostet und gepuzzelt.

Den Sonderpreis für sein Projekt erhielt Jakob nun durch seine Teilnahme am Wettbewerb „Schüler staunen“, der alle zwei Jahre vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) ausgeschrieben wird. „Im Arbeitskreis Umwelt, der in Rostock stattfindet, wird regelmäßig nach Umweltprojekten von Schülern gefragt. Da habe ich Jakob vorgeschlagen“, erzählt Katrin Hacker. Jakob hat dann eine schriftliche Dokumentation seines Projektes mit den einzelnen Präsentationsschritten und den angewendeten Methoden eingereicht.

Dass er unter den Gewinnern ist, habe er zunächst gar nicht realisiert, erzählt Jakob, der nach seinem Abschluss in Schwaan nun am Fachgymnasium Güstrow lernt. „Ich habe die E-Mail im Zug gelesen und erstmal überflogen. Zuhause habe ich dann bemerkt, dass auch mein Name unter den Preisträgern ist.“

Aus seiner Arbeit an dem Projekt hat Jakob eine wichtige Erkenntnis gewonnen: „Wir müssen etwas dafür tun, das die Biene auf der Erde erhalten bleibt.“ Seinen Zuhörern hat er das mit einer Grafik nahe gebracht, die ein Szenario mit und eins ohne die Bienen gegenüberstellte. „Verschwindet die Biene, kann sich der Ernteertrag bei einigen Kulturen bis zu 90 Prozent verringern“, sagt Jakob.

Was genau er gewonnen hat, erfährt Jakob am 23. Juni bei der Preisverleihung im Rostocker Rathaus. Dort stellen alle Ausgezeichneten noch einmal ihre Projekte vor.

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