Bützow : Mit dem Longboard durchs Land

Sie rollen durchs Land und machten dabei auch in Bützow Halt: Die Studenten Tim Bolles (l.) und Julian Rupp sind mit Longboards auf dem Weg zum Timmendorfer Strand.
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Sie rollen durchs Land und machten dabei auch in Bützow Halt: Die Studenten Tim Bolles (l.) und Julian Rupp sind mit Longboards auf dem Weg zum Timmendorfer Strand.

Zwei Studenten aus dem Ruhrpott machten auf ihrer außergewöhnlichen Ferientour in Bützow Halt

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22. September 2017, 05:00 Uhr

Michel Kilindo hat schon manche Touristen in ihrer Mühlenvilla empfangen. Pedalritter haben dort ebenso ihr müdes Haupt gebettet, wie Kanuten oder Wanderer auf der Pilgerroute, die durch Bützow führt. Doch jetzt begrüßte sie zwei junge Männer, die in den zurückliegenden Tagen für viele verwunderte Blicke zwischen Neustrelitz, Krakow am See und Bützow sorgten.

Seit knapp einer Woche sind Tim Bolles und Julian Rupp auf so genannten Longboards unterwegs. Es handelt sich um größere Skateboards, die auch größere Rollen haben. Dabei sind sie zum Teil auf dem internationalen Radfernweg Berlin-Kopenhagen unterwegs.

„Vor genau einer Woche sind wir in Berlin in der Nähe vom Schloss Bellevue gestartet“, erzählt Julian Rupp. Kennengelernt hatten sie sich an der Universität in Bochum, wo beide Elektrotechnik studieren. „Ich bin vorher schon Skateboard gefahren, Julian schon Longboard“, erzählt Tim Bolles. Dann habe er sich von Julian anstecken lassen. Im vergangenen Jahr absolvierten sie eine Tour von Bochum nach Amsterdam. Nun suchten sie sich für 2017 eine neue Herausforderung. Von Berlin aus ging es nach Neustrelitz, wo sie nach drei Tagen das erste Mal eine eintägige Rast einlegten. Immerhin absolvieren sie jeden Tag eine Strecke von 50 bis 60 Kilometer. Und das jeweils mit einem Rucksack auf dem Rücken. Darin enthalten sind Wechselsachen, Essen und Getränke. Auch ein Laptop und eine Drohne haben sie mit dabei. „Wir wollen einen Film von der Tour machen. Die Mecklenburger Seenplatte von oben ist schon was tolles“, sagt Julian Rupp.

So bringen es die Rücksäcke auf 15 Kilogramm, wie die Waage gestern in der Mühlenvilla anzeigte. „Da ist man am Abend schon mächtig platt“, gesteht Tim Bolles. Zumal nicht überall die ausgewiesenen Radwege in einem so guten Zustand seien. Manche seien unbefestigt, dann müsse sie „absteigen“ und laufen. Gestern machten sich die Longboarder von Bützow aus auf den Weg nach Rostock. Dort wollen sie heute den zweiten Ruhetag einlegen. „Wir bekommen ja während der Tour nur wenig von der Umgebung mit. Am Ruhetag können wir uns dann schon mal umschauen“, sagt Julian Rupp. Auch das ist eine Erfahrungen von der ersten Tour im vergangenen Jahr. Ziel ist der Timmendorfer Strand, wo die beiden 20-Jährigen dann noch drei Tage ausspannen wollen, bevor es wieder zurück in den Ruhrpott geht.

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