zur Navigation springen
Bützower Zeitung

22. September 2017 | 10:17 Uhr

Bützow : Millionen für neues „Eingangstor“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fördergebiet „Schlossareal“ festgeschrieben

von
erstellt am 11.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In den kommenden acht Jahren sollen die Flächen rund um das Schloss komplett neu gestaltet werden. Dafür wurde jetzt das Fördergebiet „Schlossareal“ festgeschrieben. Die Fläche ist rund 4,2 Hektar groß und umfasst die Bereiche zwischen der Straße Vor dem Rühner Tor, der Straße Am Forsthof (Bereich Rosengarten) sowie das Ensemble am Schlossplatz mit Schule, Krummem Haus, Schloss, Landwirtschaftsamt. Es reicht bis zum ehemaligen Möbelhaus in der Straße Vor dem Rühner Tor. „Die Festlegung dieses Fördergebietes ist notwendig, um entsprechende Fördermittel einzuwerben“, sagt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos).

Mit dem 2010 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hat sich Bützow die Entwicklung der Altstadt zu einem touristischen und kulturellen Zentrum auf die Fahne geschrieben. Ein Schwerpunkt wurde schon vor sieben Jahren auf das Schlossplatz-Areal gelegt, gilt es doch als „Eingangstor“ zur historischen Altstadt. Mittlerweile sind die meisten historischen Gebäude in diesem Bereich saniert.

Mit dem Ideenwettbewerb im vergangenen Jahr wurde nun der Schritt für die weitere Gestaltung des Areals angeschoben. Darauf basierend sind jetzt fünf Teilbereiche festgelegt worden, die in den kommenden acht Jahren gestaltet werden sollen.

Den Auftakt bildet laut Beschluss der „Park am Schloss“. Das ist der Bereich des ehemaligen Rosengartens. Gegenwärtig erfolgt dafür die Ausführungsplanung. Im Mai sollen die Stadtvertreter bereits die Bauaufträge dafür vergeben (SVZ berichtete). Allein dafür sind 620 000 Euro eingeplant und auch schon entsprechend unterlegt.

In einem zweiten Schritt müssen neue Parkplätze geschaffen werden. Dafür ist die Fläche des ehemaligen Möbelhauses vorgesehen. Ob dort ebenerdig gebaut wird oder es in die Höhe geht (Palettenlösung, die auch mehr Parkplätze ermöglicht) ist auch eine Kostenfrage. Bis zu 680 000 Euro sind dafür zunächst eingeplant. Erst wenn diese Aufgabe gemeistert ist, kann das dritte Teilprojekt in Angriff genommen werden. Dabei geht es um die Neugestaltung des Eingangsbereiches, dort wo sich jetzt der Schlossparkplatz befindet. Die Kostenschätzungen belaufen sich hier auf rund 900 000 Euro. Die weitere Gestaltung der Flächen am Schloss wird in den abschließenden zwei Teilprojekten realisiert.

Nach derzeitigen Berechnungen entstehen Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro. Knapp 2,38 Millionen kommen aus dem Topf der Städtebauförderung. Hier beträgt der Eigenanteil der Stadt ein Drittel, also rund 800 000 Euro. Weiterhin gibt es Zusagen für Sonderbedarfszuweisungen des Landes in Höhe von 250 000 Euro und die Aussicht auf Leadermittel in Höhe von 90 000 Euro. Weitere 250 000 Euro muss die Stadt aufbringen. Ein Gesamtpaket, das nun Stück für Stück umgesetzt werden soll. Ob das Konzept aufgeht, wird sich schon Ende dieses Jahres zeigen. Denn dann soll der Rosengarten neu gestaltet sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen