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Auf Baustellen in Bützow gehen die Arbeiten zügig voran : Milder November – milde Laune auf dem Bau

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Das Wetter in diesem Jahr scheint etwas durcheinander geraten zu sein. Dies kommt Baufirmen, Architekten und Bauarbeitern gelegen. Das milde Herbstwetter sorgt dafür, dass auf den Baustellen noch gearbeitet werden kann.

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erstellt am 29.Nov.2011 | 09:39 Uhr

Der elfte Monat dieses Jahres ist einer der trockensten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. So jedenfalls hat es der Deutsche Wetterdienst nach einem Blick in sein Archiv festgestellt. Extrem wenig Regen und recht milde Temperaturen – das Wetter scheint in diesem Jahr etwas durcheinander geraten zu sein. Was einige leicht verwirrt Richtung Himmel schauen lässt, kommt Baufirmen, Architekten und Bauarbeitern gelegen. Denn das milde Herbstwetter sorgt dafür, dass auf den Baustellen noch gearbeitet werden kann. Das milde Wetter sorgt für milde Stimmung auf den Baustellen der Stadt.

Die Arbeiten auf den vielen Baustellen in Bützow gehen zügig voran. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Architekt Hartmut Böhnke. Er betreut die Arbeiten am Dach der Stiftskirche. Der vierte und letzte Bauabschnitt an dem Gotteshaus hatte im Juli begonnen. Nun ist bereits das Ende der Bauarbeiten in Sicht. Bleibt das Wetter so freundlich wie in den vergangenen Tagen und Wochen, dann könnten die Arbeiten sogar eher abgeschlossen werden als ursprünglich geplant, so der Architekt. „Das Ende der Arbeiten war eigentlich für April vorgesehen gewesen“, sagt der bauleitende Architekt. Doch schon Ende dieser Woche oder Anfang der kommenden Woche könnten die ersten Dachschindeln auf den Kirchturm gebracht werden. Rund 52000 Eichenholzschindeln werden es am Ende sein. „Das milde Wetter kommt uns bei den Arbeiten bis jetzt wirklich sehr entgegen“, sagt Böhnke.

Neue Schwachstellen am Schloss entdeckt

Anders sieht die Situation beim Bützower Schloss aus. Auch hier laufen die Sanierungsarbeiten wegen des milden Novemberwetters zwar zügig ab. Doch in den vergangenen Wochen traten immer neue Schwachstellen des Bauwerks zu Tage. „Am Fachwerkturm und am Fachwerkgiebel an der Südseite gibt es größere Probleme und mehr Sanierungsbedarf als anfangs gedacht“, sagt Böhnke. Erst nach dem Aufstellen des Gerüst seien die Schäden in vollem Umfang ersichtlich gewesen, so der Architekt.

Böhnke ist mit dem Vorankommen bei der Schlosssanierung jedoch trotzdem zufrieden. Bereits in dieser Woche wird das Schloss einen neuen Anstrich bekommen – besser gesagt einen alten. Denn den Farbton, den das Schloss bald tragen wird, ist der Originalfarbton von 1910: ein helles Ocker. „Farbanalysen haben ergeben, dass dies die Farbe nach dem Umbau vor etwa 100 Jahren war“, erläutert Böhnke. Wie lange die Arbeiten am Schloss noch dauern werden, kann der Architekt wegen der zusätzlich festgestellten Mängel aber nicht genau sagen. „Eigentlich hatten die Arbeiten ja in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen, aber trotz des bisher vorteilhaften Wetters werden sich die Arbeiten nach jetzigem Stand wohl noch bis Ende Januar oder Ende Februar des kommenden Jahres hinziehen“, so Böhnke.

Auch auf einer dritten Großbaustelle in Bützow gehen die Arbeiten gut voran: bei der Modernisierung der Bützower Warnow-Klinik. Ende August hatten die Arbeiten am Erweiterungsbau begonnen. Im kommenden Sommer sollen die Arbeiten in der Klinik abgeschlossen sein. Alle Patientenzimmer werden dann größer, die Dienstzimmer ergonomisch umgestaltet, Aufenthaltsräume für Patienten und Besucher eingerichtet sein. Auch die Modernisierung des Brandschutzes und der Bau des neuen Funktionsbereiches mit Notfallambulanz und Röntgenabteilung sollen bis dahin fertig sein. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Klinik-Geschäftsführer Thomas Blum. Auch auf dieser Baustelle gilt: Dem milden November sei Dank.

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