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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 12:17 Uhr

Schwaan : Mentor der Kunstkolonie

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Theodor Hagen prägte die Malerei in Schwaan und MV / Sonderführung am Sonntag / Drei Bücher zu gewinnen

svz.de von
erstellt am 07.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Ohne Theodor Hagen wäre Schwaan nicht das, was es heute ist. Die Warnowstadt definiert sich als Künstlerkolonie – und das könnte sie ohne Hagen nicht. Aus diesem Grund präsentiert das Schwaaner Kunstmuseum derzeit eine Sonderausstellung, die noch bis zum 17. September zu sehen ist. Und um Hagen und seine Verdienste in einem noch höheren Maße zu ehren, fanden bereits zwei Sonderführungen statt. Eine dritte wird am Sonntag um 11 Uhr angeboten. Der Rundgang durch die Ausstellungsräume ist mit „Theodor Hagen – Mentor und Lehrerpersönlichkeit“ überschrieben. Museumsleiter Heiko Brunner wird die Besucher durch die Ausstellung führen und viele wissenswerte Informationen über Hagen preisgeben.

Im Anschluss an die Sonderführung wird Interessierten zudem die Möglichkeit gegeben, sich kulinarisch wie in Weimar zu fühlen: Das Hotel und Restaurant „Deutsches Haus“, Mühlenstraße 1, bittet von 12.30 bis 15 Uhr zu Tisch und bietet ein spezielles Thüringer Menü an. Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung empfiehlt sich.

Hintergrund: Theodor Hagen wurde 1871 an die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule nach Weimar berufen, die sich bald zu einer der führenden Ausbildungsstätten für Landschaftsmalerei in Deutschland entwickelte. Hagen kannte die Maler von Barbizon und auch die niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts von Studienreisen. Diese Erfahrung, an seine Schüler weitergegeben, brachte Frische in die deutsche Kunstszene. Seine Auffassungen von der Darstellung der Natur hatten für Mecklenburg eine weitreichende Bedeutung, da fast alle Schwaaner Maler die Ausbildung bei ihm erhielten. Ohne die Verbindung zu Weimar wäre diese Künstlergemeinschaft kaum denkbar. Später folgten dem Gründer der Schwaaner Künstlerkolonie und zum Professor ernannten Franz Bunke seine eigenen Schüler zu Malaufenthalten nach Schwaan, um hier vor der Natur zu malen.

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