Bützow : Melker unter strenger Beobachtung

Sascha Kiekbusch vom Landwirtschaftsbetrieb (Lwb) Griepentrog Steinhagen, wo er das zweite  Ausbildungsjahr absolviert, wird von Karin Teigelmeister, Agrar eG Reinstorf bei  Bützow, und Volkmar Bohnhorst, Rinderzucht Tarnow GmbH, genau auf die Finger geschaut. Die Bewerter waren höchst zufrieden. Der 21-Jährige belegte einen zweiten Platz.  Fotos: rüdiger rump
1 von 3
Sascha Kiekbusch vom Landwirtschaftsbetrieb (Lwb) Griepentrog Steinhagen, wo er das zweite Ausbildungsjahr absolviert, wird von Karin Teigelmeister, Agrar eG Reinstorf bei Bützow, und Volkmar Bohnhorst, Rinderzucht Tarnow GmbH, genau auf die Finger geschaut. Die Bewerter waren höchst zufrieden. Der 21-Jährige belegte einen zweiten Platz. Fotos: rüdiger rump

Mit Herzklopfen zum Leistungsmelken / Jürgenshagener, Steinhagener und Groß Grenzer sehr erfolgreich

von
27. Februar 2014, 14:03 Uhr

Im Karussell stehen zu beiden Seiten jeweils acht Kühe. Die Plätze dazwischen bleiben leer. Sonst können hier 28 Tiere gleichzeitig ihre Milch abgeben. Bei der Sanierung der Tempziner Anlage hat die Landwirtschaftsgesellschaft (LWG) Zahrensdorf auch das Melkkarussell erneuert. Es wurde mit einem automatischen Arm ausgestattet, der selbstständig unter die Kuh und nach dem Melken wieder in die Ausgangsposition zurück geführt wird. „Das war zuerst recht gewöhnungsbedürftig, hat unsere Arbeit aber mächtig erleichtert“, sagt Christine Giesler-Blum, die für den gesamten Melkbereich verantwortlich ist. Für die Teilnehmer am 21. Leistungsmelken im Bereich des Güstrower Kontrollvereins war das am Mittwoch eine
zusätzliche Herausforderung, denn kaum jemandem ist diese Technik vertraut. Deshalb nutzte mehr als die Hälfte die vom Gastgeber angebotene Möglichkeit, vorher einmal probeweise zu melken. Dieser Teil des Wettbewerbs schlägt in der Wertung am meisten zu Buche. Maximal könnten 160 Punkte erreicht werden, 100 beim Melken der acht Kühe, 40 in der Theorie und 20 beim so genannten Schalmtest. Hier wird bei zwei Kühen von Hand gemolken und danach die Anzahl der Milchzellen bestimmt.


Bei diesem Wettbewerb gibt es keine Verlierer


Funktionskontrolle der Melkeinheiten, Kontaktaufnahme zu den Kühen, Abmelken und Prüfen der Milch, Reinigen und Anrüsten des Euters, Ansetzen der Melkzeuge und die dafür benötigte Zeit, auch Gewandtheit des Melkers sind wesentliche Kriterien. Es gehe darum, effektiv zu melken, viel Milch in bester Qualität zu
erzielen und dabei Arbeitsschutz wie Tierwohl einzuhalten, erklärt Eberhard Tschirner, Herdenmanager im Landwirtschaftsbetrieb Griepentrog in Steinhagen bei Bützow. Die Bewerter haben langjährige Erfahrung, sie schauen den Teilnehmern genau auf die Finger; weit wichtiger als die Punkte, die sie vergeben, sind
jedoch die praktischen Hinweise, die sie nach Hause mitgeben. So gibt es bei diesem Wettbewerb keine Verlierer, wenngleich sich natürlich jeder möglichst weit vorn einreihen möchte.

Tschirner ist seit Anfang an als Bewerter dabei, hat mit seinem jüngeren Kollegen Rüdiger Bissau auch schon einen Nachfolger.

Den ausführlichen Beitrag und die Namen der Gewinner lesen Sie in unserer Freitag-Ausgabe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen