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Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:15 Uhr

20 Fragen : Mehr Urlaub für unsere Politessen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Thomas Glaß kam aus Dresden ins mecklenburgische Werle und lebt heute in Schwaan

Schwaan/Werle Thomas Glaß hat in dieser Woche seinen Geburtstag gefeiert. „Ich bin 43 Jahre jung und bin Vater von drei Kindern“, sagt er. Seine Töchter sind elf und dreizehn Jahre alt, der Sohn ist neun. Vor gut zwei Jahren kam Glaß aus Dresden nach Werle und arbeitet heute als Kellner in der Speicherköck in Schwaan. „Seit einigen Wochen und der Trennung von meiner Frau bin ich nun Schwaaner. Trotz aller Liebe zu dieser schönen Stadt bleibe ich ,meinem’ Dorf Werle jedoch eng verbunden“, sagt Thomas Glaß. Den gelernten Beruf des Vermessungsingenieurs habe er vor längerer Zeit an den Nagel gehängt, weil er nur noch das tun möchte, was ihm Spaß macht. „Ich liebe das Leben, und vor allem liebe ich meine Kinder – sie sind das Wichtigste in meinem Leben.“

Außerdem liegt ihm die Gemeinschaft am Herzen. Deshalb engagiert sich Thomas Glaß auch gesellschaftlich. „Ich trainiere die F-Junioren des SV 1932 Klein Belitz und spiele selbst auch in der Schwaaner Freizeitliga für den FSV Werle-Kassow“, erzählt er. Die Verbundenheit mit Werle spiegele sich unter anderem auch darin wider, dass er nicht nur Mitglied im Feuerwehr-Förderverein Werle/Kassow ist, sondern dort auch als Kassenwart im Vorstand mitarbeitet. Außerdem ist der 43-Jährige weiterhin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Werle/Kassow. Redakteur Ralf Badenschier stellte Thomas Glaß die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Sommer bin ich, wenn es die Zeit erlaubt, am liebsten an einem ruhigen Strandabschnitt in Heiligendamm. Im Winter sitze ich am liebsten mit Freunden am Feuer.


Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde der städtischen Politesse mehr Urlaub im Arbeitsvertrag festschreiben.


Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Ganz bestimmt in der Speicherköck in Schwaan. Dort bin ich oft und gerne – selbst wenn ich mal nicht arbeiten sollte. Hier gibt es nicht nur die besten Gäste und Kollegen, sondern auch das beste Personalessen. 


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als kleiner Junge habe ich im Herbst zusammen mit meinem Bruder eimerweise Eicheln und Kastanien gesammelt und beim Förster in bares Geld umgewandelt. Damit ließ sich damals noch richtig viel Geld verdienen.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Knusperflocken, Schlagersüßtafel, Spekulatius und andere elementare Lebensmittel. Gesunde und ausgewogene Ernährung lag mir immer schon am Herzen.


Was würden Sie gerne können?
Zaubern. Welcher kleine und auch große Junge träumt nicht davon?


Was stört Sie an anderen?
Was ich überhaupt nicht mag, ist Oberflächlichkeit. Der Herr hat uns schließlich Gehirn geschenkt und auch ausreichend Lebenszeit, um es zu gebrauchen.


Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über Ihre Einladung, diesen Fragenkatalog auszufüllen.


Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Das darf ich hier leider nicht sagen. Man weiß ja nie, wer alles so die SVZ liest...


Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ganz spontan fällt mir hier die Radsportlerin Trixi Worrack ein. Im März 2016 stürzte sie bei einem Rennen in Italien mit dramatischen Folgen. Die Schockdiagnose: Ihre linke Niere war dreifach gerissen und musste in einer Notoperation umgehend entnommen werden. Trixi dachte nach der OP, dass ihre Karriere zu Ende sei. Aber sie resignierte nicht, sie kämpfte. 83 Tage nach dem folgenschweren Crash feierte sie ihr Comeback, Ende Juni gewann sie bei den deutschen Meisterschaften in Thüringen das Einzelzeitfahren. Und schließlich startete sie für Deutschland bei den Olympischen Spielen. Was für eine tolle Frau.


Welches Buch lesen Sie gerade?
„Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling“ von Sjoerd Kuyper. Bereits der Titel gefiel mir. Eine geile, durchgeknallte Geschichte.


Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Also „fast nie“ träfe es besser. Ich schaue mir fast jedes Biathlon-Rennen an – egal ob Weltcup, Weltmeisterschaft oder Olympia. Laufen, Treffer oder daneben, Strafrunde – fast wie im Leben.


Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Hier mein glasklares Statement: pro Fußball. Immer noch die zweitschönste Nebensache der Welt.


Wen würden Sie gerne mal treffen?
Wladimir Putin – aber bitte unbewaffnet und nicht in der Sauna.


Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Griechisch oder deutsch? Egal, Hauptsache Nudeln!


Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

„Nothing Compares 2 U“ von Sinéad O’Connor. Das war kurz nach der Wende. Eine wundervolle Ballade. Wir tanzten eng umschlungen und sie war so jung und so schön und wir küssten uns – meine erste große Liebe.


An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich kann mich daran nicht mehr erinnern, weil es bereits 43 Jahre her ist. Das Geschenk des Lebens ist und bleibt das schönste. Danke, Mutti.


Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Den Traum, Nichtraucher zu werden.


Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Auf der Bank sitzen, Pfeife im Mund, Frauen hinterher schauen.


Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Sich selbst?

















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