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Letschow/Hof Tatschow : Mehr Schlamm als Wasser

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Instandsetzung der Löschteiche könnte teurer werden als angenommen

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 12:00 Uhr

30 bis 40 Zentimeter Wasser, darunter drei Meter Schlamm: Die Feuerlöschteiche in den Schwaaner Ortsteilen Hof Tatschow und Letschow sind derzeit in keinem guten Zustand. Nachdem das Problem mehrere Jahre im Raum stand – laut Wehrführer Mario Behrend wurde die Situation schon 2013 angesprochen – hat die Verwaltung nun reagiert. „Es ist geplant, die Teiche zu sanieren“, sagt Birgit Nehls, Leiterin des Amtes für Bau und Liegenschaften. Derzeit werde noch geprüft, wie stark die Verschlammung tatsächlich ist.

Davon ist auch abhängig, wie teuer die Instandsetzung am Ende ausfällt. Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) hatte schon beim Neujahrsempfang in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass die veranschlagten 100 000 Euro vermutlich nicht ausreichen würden. Doch so kritisch sehe es derzeit noch nicht aus, sagt Birgit Nehls. Denn noch ist nicht geklärt, ob tatsächlich der gesamte Schlamm zu einer Deponie abtransportiert werden muss. „Wir müssen jetzt erst einmal schauen, ob die Landwirte in der Gegend uns den Schlamm abnehmen können. Das hängt von der Analyse des Schlammes ab“, so die Bauamtsleiterin. Nach diesem Ergebnis würden sich dann auch die Kosten richten.

Doch egal, was die Analyse letztlich ergibt, vor dem Herbst wird sich an den beiden Feuerlöschteichen erst einmal nichts tun. „Das hängt mit den Umweltauflagen zusammen. Wir dürfen das, um den natürlichen Lebensraum der Tiere nicht zu gefährden, nur im Zeitraum von Oktober bis Februar umsetzen“, erklärt Birgit Nehls. Für die freiwillige Feuerwehr ist das ein Problem. Wie die Brandbekämpfung bis dahin ablaufen soll, sei eine drängende Frage, die sich daraus ergibt, sagt Wehrführer Mario Behrend. „Im Fall eines Großbrandes müssten auf jeden Fall alle Tanklöschfahrzeuge gleichzeitig alarmiert werden“, so der Wehrführer. Denn wenn der Löschteich kein Wasser habe, müsse das irgendwoanders geholt werden. Seien alle gleichzeitig alarmiert, könnte eine Hälfte vor Ort löschen, während die andere Wasser holt. Ob und wie so ein Szenario auch tatsächlich zu bewerkstelligen sei, hänge aber vom Brand ab. „Jeder Einsatz ist anders“, sagt Mario Behrend.

Der Wehrführer sorgt sich zudem darum, dass die Teiche auch nach der Sanierung eventuell nicht genügend Wasser fassen könnten. In diesem Falle oder sollte der Teich letztlich renaturiert werden, müsse irgendwo zumindest ein künstlicher Löschteich entstehen, um den Brandschutz vor Ort gewährleisten zu können.

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