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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 17:52 Uhr

Bützow : Mehr Platz für ruhiges Arbeiten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wismarer Werkstätten GmbH kaufte Bützower Existenzgründerzentrum und hat nun mehr Raum für Menschen mit psychischem Handicap

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 19:02 Uhr

Mehr Platz für die Belange von Menschen mit Behinderungen hat seit kurzem der Verein der Lebenshilfe in seinen Werkstätten im Bützower Nebelring. Die Wismarer Werkstätten GmbH hat von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Rostock das Existenzgründerzentrum (EKZ) gekauft, in dem sich schon seit längerem Arbeitsplätze für behinderte Menschen befinden. „Die Fördergesellschaft ist raus, außerdem wurden einige andere Räume frei. Diese können wir jetzt für weitere Arbeitsplätze nutzen“, sagt Marion Drechsel, Leiterin der Bützower Werkstatt.

Generell wachse der Bedarf an Arbeitsangeboten für Menschen mit einem psychischen Handicap, sagt sie. „Sie benötigen kleine Arbeitsräume, eine ruhige Arbeitsatmosphäre und möglichst Einzelarbeits-plätze.“

Schon bisher gab es in dem Haus eine Gruppe mit 14 Arbeitsplätzen in so einer geschützten Umgebung. Die Mitarbeiter setzen in Handarbeit für eine Wismarer Firma winzige Anoden zusammen. Platz für weitere solcher Arbeitsplätze aber war bisher nicht. „Wir hatten riesigen Platzmangel“, so Marion Drechsel. „Im früheren Existenzgründerzentrum haben wir jetzt Räume für eine weitere Gruppe. Die werden gerade gemalert“, erläutert sie. „Auch unsere Büroräume werden wir aus dem jetzigen Werkstattteil ins frühere EKZ verlegen“, kündigt sie an. „Die Verwaltung zieht ins Obergeschoss, denn da ist kein Fahrstuhl und da kommt kein Rollstuhlfahrer hin.“ Dadurch werden im Flachbau Räume für die Töpferei frei, die vor einem Jahr etwas eingeschrumpft wurde (wir berichteten). Inzwischen habe sich die Auftragslage auf diesem Gebiet etwas erholt, erläutert Marion Drechsel. „Wir haben für die Töpferei Aufträge von Partnerfirmen erhalten. Und wir wollen jetzt aus den Reihen der behinderten Mitarbeiter auch Töpferhelfer ausbilden“, erläutert die Leiterin der Bützower Werkstatt. Mit welcher Freude die behinderten Männer und Frauen in der Töpferei bei der Sache sind, zeigen die Ergebnisse ihrer Arbeit, die in dieser Zeit schon ganz auf Weihnachten ausgerichtet sind.

So stehen im Verkaufsregal im Eingangsbereich der Werkstatt (im Flachbau) bereits Weihnachtsmänner, Nikolausstiefel und Tannenbäume aus Ton. Sie können gekauft werden – schauen Sie doch mal vorbei.

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