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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 13:19 Uhr

Mehr Energie aus größerer Höhe

vom

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2010 | 08:01 Uhr

Bützow | Noch in diesem Herbst sollen auf dem Windpark zwischen Bützow und Parkow die Vorbereitungen für den Bau einer weiteren Windkraftanlage beginnen. Mit einer Höhe von 150 Metern wird das neue Windrad alle anderen, bereits vorhandenen 12 Anlagen überragen. Weshalb die Stadt Bützow seinerzeit ihr Veto gegen den Bau dieses Riesen eingelegt und ihr Einverständnis verweigert hatte. Doch ohne Erfolg. Denn da die neue Anlage inmitten der schon vorhandenen, 100 Meter hohen Windräder auf einer Fläche steht, die als Eignungsraum für Windkraftanlagen ausgewiesen ist, hat das Wort der Gemeinde in dieser Hinsicht wenig Gewicht.
Die Anlage ist inzwischen vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Natur Rostock mit Bedingungen und Auflagen genehmigt worden und die Betreiber, die "zWe Projekt GmbH" Wismar, rüstet für den Aufbau. Das Windrad selbst werde erst im Sommer 2011 aufgestellt, da es erst produziert werden muss, sagt Projektleiter André Winkler. "Alles andere, also die Erschließung, den Wegebau und die Fundamente machen wir nach Möglichkeit noch in diesem Jahr." Das Fundament, das dem Riesen Halt geben soll, wird 2,50 Meter tief und erhält einen Durchmesser von 18 Metern. Die Rotoren haben einen Durchmesser von 70 Metern, bei den bisherigen Anlagen sind es vier Meter weniger.
Trotz dieses geringen Unterschiedes sei der Energieertrag, der in 150 Metern Höhe erzielt werden kann, wesentlich größer als bei einer kleineren Anlage, so der Projektleiter. Wenn auch die neue Anlage doppelt so hoch ist wie die alten, werde dies doch nicht so sehr ins Auge fallen, meint er in Bezug auf die Sorgen der Bützower. "Das neue Windrad steht in einer Senke und überragt deshalb die anderen nicht ganz so stark." So wie die anderen drei kleineren Anlagen, die sein Unternehmen bereits an dem Standort betreibt, wird auch das neue Windkraftrad ohne Getriebe gebaut, stellt Winkler fest. "Das ist wesentlich geräuschärmer als viele andere Anlagen in dem Gebiet." Außerdem wird die Windenergieanlage von 22 bis 6 Uhr im schallreduzierten Modus betrieben. Womit einer Forderung der Stadt nachgekommen wird.

Für die Zukunft plane sein Unternehmen, an dem Standort noch mehr solcher Anlagen zu errichten, kündigt André Winkler an. Er hoffe, dass dies dann "im Einvernehmen mit der Stadt" geschehe, sagt er. "Der Energiebedarf steigt ständig, deshalb brauchen wir die umweltschonende Energiegewinnung", meint er. Die Stadt profitiere auch durch Gewerbesteuereinnahmen davon.

Trotz der Ablehnung sei sein Unternehmen darüber hinaus auf andere Weise bereit, die Region zu fördern, die es belastet, sagt Winkler.

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