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Bützower Zeitung

12. Dezember 2017 | 05:42 Uhr

Bützow : Marktplatz: Parken statt feiern

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Langestraße soll im nächsten Jahr wieder für Gänsemarkttage gesperrt werden

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2015 | 15:33 Uhr

Die Gänsemarkttage sind nur noch wenige Wochen entfernt. Eine entgültige Entscheidung darüber, wo diese nun stattfinden sollen, war also dringend nötig. Im Hauptausschuss entschieden die Mitglieder bei der jüngsten Sitzung nun, dem Vorschlag des Bürgermeisters zu folgen und sich auf einen Veranstaltungsort – den Schlossplatz – zu beschränken.

Zunächst war auf Wunsch der Gewerbetreibenden – diese fühlten sich ausgeschlossen – der Marktplatz als zweiter Standort erwägt worden. Eine Lösung die nicht auf Gegenliebe stieß. Sie sei nicht praktikabel, gab Bürgermeister Christian Grüschow teile aus dem Gespräch mit dem Gewerbeverein wieder. Dieser wolle dem Angebot der Stadt nicht folgen. An dem Standort festzuhalten machte demnach wenig Sinn.

Karsten Thiemann (CDU) zeigte sich erleichtert, dass das Fest nun doch nicht an zwei einzelnen Orten stattfinden soll, die durch eine nicht abgesperrte Straße getrennt sind. „Man muss sich schon entscheiden. Entweder man mach es richtig, oder nur an einem Ort“, so Thiemann.

„Wir haben hier einen Beschluss gefasst. Damals ist die öffentliche Diskussion entstanden“, empörte sich Wolfgang Wehrmann (AfD), der den öffentlichen Austausch verfolgte. „Fakt ist, wir sind die gewählten Vertreter“, betonte er, verurteilte gleichzeitig aber „die Art und Weise, wie das hier läuft“. Man sei keinen Schritt weiter und sollte bei der ursprünglichen Entscheidung bleiben.

Am Marktplatz festzuhalten, wenn kein Interesse besteht, sei unnötig, gab Thiemann zu bedenken.


Für Straßensperrung ist es zu spät


„Wir waren leider nur drei, die dafür gestimmt haben, dass die Straße gesperrt wird“, erklärte Manfred Urban mit Blick auf die vorangegangene Sitzung des Hauptausschusses und stellte fest: „Jetzt wird das nichts mehr.“

Er könne verstehen, dass die Gewerbetreibenden mit der vorgeschlagenen Lösung unzufrieden sind. Sie wollen ihre Geschäfte öffnen, vielleicht Tische davor aufstellen. Ein zusätzlicher Stand sei nicht machbar und auch nicht wirtschaftlich. Zudem bezweifle er, „dass die Bürger brav auf dem Bürgersteig bleiben“, so Urban weiter. Und auch zu den Autofahrern habe er nicht das nötige Vertrauen die nötige Rücksicht walten zu lassen, weshalb nur ein Standort der richtige Ansatz sei, obwohl ihm diese Lösung eigentlich nicht gefalle. „Aber lasst uns in diesem Jahr auf den Schlossplatz konzentrieren und langfristig wieder von der Jungfernstraße bis zum Schloss sperren.“


Diskussion in Zukunft umgehen


Joachim Fiedler (SPD) forderte die Anwesenden auf, das Thema in die Fraktionen zu tragen. Diese sollten in den nächsten Monaten ein Konzept erarbeiten, wie künftig mit dem Fest umzugehen sei, „damit nicht jedes Jahr so eine Diskussion stattfindet.“

Damit der Markplatz nicht völlig ungenutzt bleibt, soll nun eine andere Lösung her. Denn am Wochenende der Gänsemarkttage finden auch die Einschulungen statt – es bestünde also auch ohne Fest akuter Parkplatzmangel.

Der Marktplatz soll deshalb für Familien zukünftiger Schulkinder als Parkmöglichkeit ausgewiesen werden.

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