Bützowerin Traute Wegner ist Komparsin : Mal Hotelgast in "Rote Rosen" mimen

<strong>Traute Wegner</strong> in  ihrem urigen Küchen-Wohnzimmer, wo sie sich oft 'Soko-Wismar' anschaut. Das Schild legt sie ins Auto.
Traute Wegner in ihrem urigen Küchen-Wohnzimmer, wo sie sich oft "Soko-Wismar" anschaut. Das Schild legt sie ins Auto.

Dass sie mal in einem Film mitwirkt, hätte Traute Wegner nie gedacht. Im Sommer 2012 war sie Statistin in dem Film "Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt". 2013 möchte die Bützowerin wieder eine Rolle ergattern.

svz.de von
08. Januar 2013, 10:22 Uhr

Bützow | Dass sie mal in einem Film mit Christine Neubauer oder Fritz Wepper mitwirkt, hätte sich Traute Wegner vor einigen Jahren nicht träumen lassen. Im Sommer 2012 war sie Statistin in dem Film "Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt", der im Grand Hotel Heiligendamm gedreht wurde und in dem unter anderem Christine Neubauer mitspielte, zu sehen. In 2013 möchte Traute Wegner wieder eine Rolle ergattern, möglichst in der Telenovela "Rote Rosen" mitspielen.

"Ich gucke täglich ,Rote Rosen’ und da möchte ich gerne 2013 als Komparsin dabei sein ", schildert sie. Die Serie gefalle ihr, beim Zuschauen fühle sie sich, als wenn sie beim Geschehen direkt dabei sei. Die Geschichte von "Rote Rosen" spielt sich hauptsächlich im Hotel ab. "Ich würde gerne einen Hotelgast mimen", nennt "Komparsin" Traute Wegner eine "Wunsch".

Die Bützowerin hat erstmals 2009 als Komparsin in einer Serie mitgewirkt. "Bei den Gänsemarkttagen 2009 hat Anja Clausen, Leiterin von MV-Casting, meine Enkelin angesprochen, ob sie nicht als Statistin in Filmen oder Serien mitwirken möchte", erzählt die 74-Jährige. Doch da hakt sie nach und fragt, warum immer die jungen Leute angesprochen werden. Braucht man denn heutzutage keine älteren Darsteller mehr, schildert sie ihre Frage an die "Vermittlerin". Doch, bejaht Anja Clausen, sie habe sich zunächst nicht getraut, sie, Traute, anzusprechen, schildert Wegner.

Erst Rolle in "Mord in bester Gesellschaft"

Schließlich vereinbaren die beiden ein Gespräch. Bei diesem Termin zögert Wegner nicht lange und sagt zu. Ihre erste "Rolle" hatte sie in der Serie "Mord in bester Gesellschaft". "Ich habe mich gefreut, dabei sein zu dürfen", schildert Wegner. Auch bei der Serie "Soko Wismar" ergattert sie kurz danach eine Rolle als Statistin. Oft mimt sie dort Personen und Handlungen des alltäglichen Lebens, ist in einer Szene beispielsweise gerade mit einer anderen Person in ein Gespräch vertieft.

Trotz ihrer kleinen Nebenrolle in einigen Folgen, bleibt sie dem Regisseur hingegen im Gedächtnis. "Es ist immer wieder schön, Sie zu sehen", schildert Traute Wegner seine Begrüßung. Kein Wunder, die Seniorin macht was her, ist stets tipptopp gestylt und hat immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Die Visagistinnen mögen ihre Erscheinung ebenfalls, wollen meist kaum etwas an Haaren oder Make-up ändern. Ihr Stil scheint anzukommen. So wird sie auch für die Filme "Deckname Luna" sowie "Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt", die beide in Heiligendamm gedreht wurden, gebucht.

Auch in einem "Polizeiruf Rostock" habe sie bereits einmal mitgewirkt. Für diesen "Auftritt" wurde ihr Äußeres gar nicht geändert. "Die Regisseure hatten aufgrund meiner Erscheinung gesagt, dass ich eine Passantin darstellen soll", erzählt sie. Eigentlich sei sie als ärmliche Frau, die Flaschen aus Containern sammelt, vorgesehen gewesen. Auch wenn ihr Einsatz in den Serien recht kurz ausfällt, gilt für Traute Wegner das Motto:"Dabei sein ist alles".

Und manchmal kommt sie in ihrem "Job" den Stars auch ganz nahe. So zeigt sie auf die vielen, privaten Foto-Erinnerungen, auf denen sie mit Schauspielern aus den Serien und Filmen zu sehen ist. Auf den Bildern steht sie neben Christine Neubauer oder Fritz Wepper, ist mit der Regisseurin einer Folge von "Soko Wismar", Claudia Schmutzler, abgelichtet. Sogar zu einer Party am letzten Drehtag eines Filmes mit dem Schauspieler Fritz Wepper wurde sie eingeladen. Ein tolles Erlebnis, wie sie immer noch schwärmt.

Das Engagement beim Film ist für sie wie eine Art Jungbrunnen. "Die Leute sollen sich nicht nur hinsetzen und darauf warten, dass jemand zu ihnen kommt", sagt sie. Wichtig ist besonders für jüngere Menschen, dass sie raus in die Welt gehen, etwas sehen und erleben, fügt sie hinzu. Auch im Alter sollte man durchstarten, wenn die Gesundheit noch mitspielt, fügt sie hinzu.

Damit Traute Wegner fit bleibt, geht sie täglich mit ihrem Mops "Pascha" spazieren, besucht ebenfalls täglich ihr Gartenhäuschen an der Warnow. Auch ihr Vierbeiner hat es bereits in eine Folge der Serie "Soko Wismar" geschafft. "Ich war mit ihm im Tierheim im Dorf Mecklenburg, wo die Folge gedreht wurde, und da hatte Pascha eine kleine Rolle", erzählt sie. Ihr Vierbeiner hätte für seinen "Auftritt" sogar Gage erhalten, sagt sie schmunzelnd.

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