zur Navigation springen
Bützower Zeitung

22. November 2017 | 17:43 Uhr

Bützow : Märchenstunde im Krummen Haus

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bützower Wolfgang Pfannenschmidt präsentierte Kita-Kindern sein eigens geschriebenes Märchen „Kasper besiegt den Drachen Dreiauge“

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Große Augen, die Ohren gespitzt – Märchenstunde im Krummen Haus. Gestern führte Wolfgang Pfannenschmidt das eigens geschriebene Stück „Kasper besiegt den Drachen Dreiauge“ auf und zog damit 25 „Regenbogen“- und „Sonnen“-Kinder aus der Kita der Lebenshilfe in seinen Bann.

Uraufgeführt wurde das Stück bereits vergangene Woche in der Freien Schule. Und am Mittwoch waren 40 weitere Kinder aus der Lebenshilfe-Kita dran. Noch im November titelte die Bützower Zeitung „Märchen will präsentiert werden“. Nun, knapp drei Monate später, waren die ersten drei Aufführungen an der Reihe.

Und die waren ein voller Erfolg. Von frenetischem Jubel berichtete Wolfgang Pfannenschmidt. Und auch gestern spendeten die Kinder einen riesen Applaus. Den hatte sich der „Märchen-Opa“ auch redlich verdient. Denn er las nicht einfach nur eine Geschichte vor. Er lebte sie vor. Er versetzte sich in die Rollen von Kasper, Prinzessin, Drachen und Co. und verlieh den Protagonisten des Märchens eine Stimme, sodass die Kleinen sich mitten im Geschehen fühlten. Untermauert wird die Geschichte von Illustrationen, die mit einem Projektor an die Tafel geworfen werden. So gewinnen die Szenen zusätzliches Leben. Die Bilder hat Pfannenschmidt ebenfalls selbst gemalt.

Wie das Märchen tatsächlich ankommt, war für den Bützower eine Überraschung. Letztmals wurde das Stück nämlich um die Wende als Puppenspiel aufgeführt, ehe Pfannenschmidt es transkribierte.

„Es ist immer so eine Sache, wie die Geschichte ankommt“, so der Bützower. Denn die Kinder der drei Gruppen, die bisher das Märchen hörten, waren alle in einem unterschiedlichen Alter. Entsprechend seien auch die Voraussetzungen andere. Bei Kita-Kindern kürzte Pfannenschmidt seine Darbietung ein wenig, vertiefte sich nicht auf Details. Denn mit einer knappen Stunde seien die Kleinen auch so schon genug gefordert. Als ehemaliger Lehrer hielt Pfannenschmidt die Kinder aber bei der Stange. „Gelernt ist gelernt.“ Anders verhielt es sich bei den Sechstklässlern der Freien Schule, die bereits über ein anderes Wissen und eine ausgeprägtere Vorstellungskraft verfügen, so der Bützower. „Ich habe mich methodisch angepasst.“ Bei den Kleinen sei viel mehr Mimik und Gestik gefragt.

Im Februar sind noch drei weitere Vorstellungen im Krummen Haus geplant. Über den Ort freut sich Pfannenschmidt. „Es bahnt sich eine nette Beziehung an“, sagt der Bützower. Die Kita der Lebenshilfe pflege nämlich ohnehin einen guten Kontakt zum Krummen Haus. Und diese wird nun mit Wolfgang Pfannenschmidt erweitert. So hatten die „Regenbogen“-Kinder gleich Bücher dabei, die sie abgeben und dafür neue mitnehmen wollten. Die Kleinen gleich an das kulturelle Angebot Bützows heranzuführen, sei zusätzlich ein schöner Nebeneffekt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen