Girls Day in Zepelin : Mädchen testen Bauernhof

Beim Girls Day auf dem Bauernhof: (von Oben): Elisa Kiel, Natalie Ihde und Nika Trendlev.
Beim Girls Day auf dem Bauernhof: (von Oben): Elisa Kiel, Natalie Ihde und Nika Trendlev.

Beim Girls Day schauen sich drei Schülerinnen den Zepeliner Landwirtschaftsbetrieb an

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27. April 2017, 05:00 Uhr

Laute Motoren, Hose und Stiefel schlammverkrustet, der aufdrängende Geruch von Kühen – die Landwirtschaft und der Beruf des Bauern sind eine Männerdomäne. Ob dieser Umstand gerechtfertigt ist, wollen drei Schülerinnen auf dem Mühlenhof Zepelin herausfinden. Beim diesjährigen Girls Day. Denn dort können Mädchen einmal in traditionelle Männerberufe schauen.

Natalie Ihde, Elisa Kiel und Nika Trendlev wollten gerne einmal die Landwirtschaft erkunden. Dafür haben sie sich den Mühlenhof ausgesucht. Zusammen mit den Mitarbeitern können sie den Arbeitsalltag auf dem Hof miterleben. Geführt werden sie dabei von Betriebsleiter Dominikus Bartl. „Es ist das erste Mal, dass wir Mädchen zum Girls Day zu uns einladen. Aber es ist ein voller Erfolg“, sagt Bartl. Zwar wäre es eine ungewöhnliche Situation, die Mädchen würden sie aber gut meistern. „Sie fragen nach und bringen sich dort ein, wo es ihnen möglich ist. Zum Beispiel beim Schweinefüttern.“

Das Füttern war für die Mädchen ein Erlebnis. „Die Schweine und auch die Rinder zu füttern, hat mir Spaß gemacht“, sagt Nika. Auch Natalie findet die Tierfütterung spannend, sagt aber selbst: „Mein Interesse gilt sowohl den Tieren als auch der Technik. Die Maschinen hier sind klasse.“ Darum freut sie sich auch sehr, als sie auf einem Radlader mitfahren darf. „Ich kann die Mädchen hier nicht mit den Maschinen selbst fahren lassen. Aber beim Mitfahren und Technik ausprobieren haben sie dann zumindest das Gefühl“, sagt Bartl.

Dass Mädchen sich am Girls Day einen Bauernhof zum Besichtigen aussuchen, findet Bartl passend. „Es ist ein interessanter Beruf und das nicht nur für Männer.“ Das sieht auch die zehnjährige Nika so. „Ich wollte unbedingt auf einen Bauernhof“, sagt sie. Besonders die vielen Tiere reizen die Fünftklässlerin. „Wie es sich anfühlt, auf dem Land zu arbeiten und sich um die Tiere zu kümmern, das wollte ich wissen.“

Dafür ist sie extra aus Schwerin gekommen. Das findet Bartl beeindruckend. „Ich habe sie zuerst gefragt, ob es sich denn wirklich für sie lohnt. Immerhin ist es etwa eine Stunde Fahrzeit. Daraufhin hat aber ihre Oma bei mir angerufen und mir erzählt, dass sie wirklich gerne auf den Bauernhof wollte. Da konnte ich dann natürlich nicht nein sagen“, so Bartl.

Elisa und Natalie kommen zwar nicht aus Schwerin, dafür sind sie aber aus Güstrow angereist. „Wir haben uns die Stelle gemeinsam ausgesucht. Wir waren einfach neugierig“, sagt Elisa. Ob sie nun in der Landwirtschaft arbeiten wollen, kann nur Nika bejahen. Immerhin: „Zum Arbeitsantritt kamen sie alle gut vorbereitet, mit fester Kleidung und Gummistiefeln“, so Bartl.

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