SVZ-Sommertour : Luxus hat eben seinen Preis

Auf der Seebrücke erklärte Dorit Wemeyer einiges zu den einzelnen Gebäuden der Hotelanlage.
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Auf der Seebrücke erklärte Dorit Wemeyer einiges zu den einzelnen Gebäuden der Hotelanlage.

Einen Blick in die Anlage des Grand Hotel Heiligendamm warfen gestern 13 Teilnehmer unserer SVZ-Sommertour

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04. August 2015, 17:40 Uhr

Ein wenig Luxus schnuppern durften gestern die Teilnehmer unserer SVZ-Sommertour. Diese führte dieses Mal nach Heiligendamm ins Grand Hotel.

Dorit Wemeyer, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Hotels, empfing 13 Besucher für einen ausgiebigen Rundgang durch die große Hotelanlage.

Der erste Weg führte vorbei an einem Fitnessraum ins Spa. Eine gute erste Station, denn auf die Badegäste im Pool waren die Teilnehmer nicht sehr neidisch, erstreckte sich dahinter doch die wunderbare Ostseekulisse.

Von der Dachterrasse war diese natürlich noch eindrucksvoller. Der Blick fiel direkt auf die Seebrücke Heiligendamms und auch die umliegenden Gebäude waren gut zu sehen. Die ersten Gäste hätten es hier gut bis zum Ende der Führung aushalten können.


Kleine Suite mit Frühstück


Das Grand Hotel ist bekannt für seine weißen Gebäude. Diese Helligkeit zieht sich auch wie ein weißer Faden durch das innere der Bereiche, unterbrochen von eleganten Elementen oder thematischen Räumen.

In den Suiten darf es dann aber doch etwas farbiger sein. Im pastelligen Grün, Blau und Braun – jedes Gebäude hat ein eigenes Farbkonzept – sollen sich das Meer, der Wald oder der Strand widerspiegeln.

Die SVZ-Sommertour-Teilnehmer begutachteten eine kleine Suite des Hauses. „Klein“ ist dabei jedoch eine Definitionssache. Denn die in Sand- und Erdtönen gestalteten Zimmer bieten mehr Platz als so manche Zweiraumwohnung.

Pro Nacht werden dafür in der Nebensaison stolze 380, in der Hauptsaison gut 500 Euro fällig. Die Besucher schnappten bei dieser Information kurz nach Luft. „Aber das ist inklusive Frühstück“, fügte Wemeyer an.

„Wir waren zur Eröffnung schon hier. Da war noch alles in Folie“, erzählte Erik Viestädt auf dem Weg ins nächste Haus. „Aber es ist schon eine schöne Anlage“, stellte er schließlich fest.

„Ich finde, es wirkt alles sehr elegant“, fügte seine Frau Christa an. Für Otto-Normalverbraucher sei ein Zimmer hier aber kaum erschwinglich, waren sich beide einig. „Wenn ich im Lotto gewinne, würde ich hier Urlaub machen“, beschloss daraufhin Christa Viestädt. „Der erste Lottogewinn geht sofort nach Heiligendamm“, bestätigte ihr Mann lachend.

In diesem Fall könnten sie auf der Terrasse oder im Ballsaal des Kurhauses frühstücken und in der Burg Hohenzollern nächtigen. Auch Staatsoberhäupter betteten sich schon hier. Heiligendamm erreichte durch den G8 Gipfel im Jahr 2007 Bekanntheit. „Damals hat Frau Merkel in der Burg gewohnt“, verriet Wemeyer. „Das war ganz lustig, weil eigentlich wollte Putin in die Burg und Bush auch“, plauderte sie aus dem Nähkästchen. Gelöst wurde der Konflikt, indem der eigenen Kanzlerin Angela Merkel das Heimrecht gegeben wurde, so Wemeyer.

Ein eigenes Haus auf dem Gelände ist für die kleinen Gäste reserviert. Im Eisbären Kinderclub gingen die Teilnehmer auf Entdeckungstour. Denn jede Etage hatte hier etwas zu bieten – vom Weltraum unter dem Dach über den Wilden Westen bis hin zum Dschungel im Erdgeschoss.


180 Mitarbeiter sorgen für Rundumservice


Die vorletzte Station der gut eineinhalbstündigen Führung führte auf die Seebrücke. Von hier hat man nicht nur einen freien Blick auf das Kurhaus und Haus Mecklenburg. Denn auch der Strand mit seinen 120 Strandkörben lockt die Gäste – vor allem bei so herrlichem Sommerwetter. „Ich kenne ja schon einen Teil hier. Aber in die Innenbereiche kommt man ja sonst nicht rein“, verfolgte Hugo Bühler aus Schwaan die Ausführungen Wemeyers gespannt. „Wir haben auch die gesamte Entwicklung hier immer verfolgt.“

Dass alles zu jeder Zeit so gepflegt aussieht, dafür sorgen 180 feste Mitarbeiter. In der Hauptsaison kümmern sich sogar 230 Angestellte um das Wohl der Gäste. „Das teure hier im Luxushotel ist der Service“, erklärte Wemeyer. Sowohl Urlauber als auch Geschäftsleute, die nach einem langen Arbeitstag hierher kommen, werden rundum verwöhnt. „Und das hat seinen Preis“, weiß Wemeyer. Zu den Mitarbeitern gehören auch zahlreiche Handwerker, die sofort zur Stelle sind, wenn etwas repariert oder ausgetauscht werden muss. Denn auch das strahlende Weiß der Anlage kommt nicht von ungefähr. „Die Fassaden machen wir fast jedes Jahr“, berichtete Wemeyer. Trotz besonderer Farbe seien Ausbesserungen immer wieder nötig. „Das ist einfach die Seeluft.“

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