Laase : Lieblingsstück und Zeitdokument

Die Grafik über das Leben von Georg Adolph Demmler hängt an einem prominenten Platz, gleich über dem Sofa von Dr. Margot Krempien.
Die Grafik über das Leben von Georg Adolf Demmler hängt an einem prominenten Platz, gleich über dem Sofa von Dr. Margot Krempien.

Die Grafik von Karl-Heinz Effenberger schildert das Leben von Georg Adolf Demmler und ist Margot Krempiens persönlicher Schatz.

von
02. März 2020, 05:00 Uhr

„Meine Referenz für G. A. Demmler und seine Verfechterin Margot Krempien! Mit herzlichem Dank! Ihr Karl-Heinz Effenberger, 1985“. Mit dieser Widmung wurde Dr. Margot Krempien, heute in der Alten Schule in Laase lebend, ein großes Bild, eine Grafik über Georg Adolf Demmler (1804-1886) von eben diesem Karl-Heinz Effenberger in Schwerin geschenkt. „Karl-Heinz Effenberger, wir haben ihn immer Effi genannt, war ein bedeutender Grafiker, der bis zu seinem Tod im Mai 2009 in Schwerin lebte. Er trat vor allem durch Buchillustrationen, Plakate und durch seine kritischen politischen Illustrationen in Erscheinung“, erklärt Margot Krempien.

Da sie sich bereits zu DDR-Zeiten jahrelang mit dem Leben und Wirken Demmlers beschäftigt hatte und Demmler vielleicht so nahe war wie niemand sonst – was Effenberger wusste – schenkte er ihr eine Originalgrafik zu Demmler. Für Margot Krempien war dies eine ganz große Ehre und Freude. Diese Grafik begleitet sie nun bereits seit 35 Jahren. Stets fand sie einen Ehrenplatz nach ihren Umzügen, wie zum Beispiel in der Buchhandlung in der Schweriner Puschkinstraße, im Wohn- und später, seit 1990 auch Verlagshaus in Schwerin Warnitz, in Ribnitz-Damgarten, genauer in Körkwitz, wo sie 2009 einen neuen Verlags- und Wohnsitz einrichtete und jetzt auch in ihrem Altersruhesitz in der Alten Schule in Laase, in der sie seit 2016 lebt. Gleich über dem Sofa in ihrem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer hängt das Bild. Und immer wieder beim Erzählen schaut sie liebevoll darauf.

„Karl-Heinz Effenberger hat diese Grafik im Zuge der Vorbereitungen zum 100. Todestag von Demmler gezeichnet. Dass ausgerechnet ich dieses Bild bekommen habe, ist für mich nicht nur eine große Ehre, eigentlich kann ich es gar nicht so recht fassen. Deshalb ist es für mich eine ganz besondere Grafik, in der Effenberger das Wirken Demmlers ausgezeichnet darstellt und auch seine enge Verbundenheit mit dem sozialen und politischen Gedankengut Demmlers verdeutlicht“, erzählt Margot Krempien. Der Betrachter entdecke darauf Demmlers Bauten, die Freimaurerloge, der er angehörte. Effenberger stelle Demmlers Eintreten für die Bauarbeiter dar, seine politischen und sozialen Ziele, seinen Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit und viele klassizistische Elemente seines Schaffens.

„Abgesehen davon, dass Georg Adolf Demmler gut aussah, bewunderte ich an ihm auch seine besondere Ausstrahlungskraft, die er auf seine Mitmenschen hatte“, erklärt Margot Krempien. „Demmler hatte mich seit Mitte der 70er-Jahre begleitet und wurde irgendwie für mein eigenes Leben zu einer Art Vorbild. Aus diesem Grund zählt diese Grafik neben vielen anderen Gegenständen, Dokumenten und Zeitzeugnissen zu meinen Lieblingsstücken. Vor allem ist sie ein wichtiges künstlerisches Zeitdokument.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen