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Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 07:22 Uhr

Bützow : Lernen, was der Wald zu bieten hat

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das Forstamt Schlemmin richtet die jährliche Waldolympiade aus – drei Schulen aus der Umgebung testen ihr Wissen und Geschick

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 09:00 Uhr

Leises Blätterrascheln, kaum eine Menschenseele, hin und wieder Vogelgezwitscher – diese stille Idylle im Vierburger Wald ist gestern Vormittag durch das Stimmengewirr Dutzender Kinder ersetzt worden. Bei der 12. Waldolympiade des Forstamtes Schlemmin kämpften in diesem Jahr vier 4. Klassen um den Pokal. Die Freie Grundschule Bützow mit zwei Klassen, die Grundschule Bernitt und die Grundschule Warnow traten ab 9 Uhr morgens in sechs verschiedenen Kategorien gegeneinander an.

„Die Olympiade soll den Kindern den Wald näherbringen. Aber auch der Job des Forstwirtes soll nähergebracht werden. Darum haben wir uns auch Stationen ausgedacht, die alle diese Facetten einbringen“, sagt Lutz Eggers, Waldpädagoge aus dem Forstamt Schlemmin. „Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder immer weniger Beziehung zum Wald haben.“ Dem soll mit der Olympiade entgegengewirkt werden.

Zwischen zehn und 20 Minuten haben die Kinder pro Station Zeit, um die Aufgaben zu bewältigen. Eggers erklärt: „Bei Station 1 geht es um Weitsprung. Die Kinder sollen ihre Sprungkraft mit der der Waldtiere messen. Das kann die Wühlmaus sein, oder aber auch das Damwild.“ Solche spielerischen Stationen sollen die Kinder animieren, sich zu ihrem gesprungenen Tier Gedanken zu machen. Ebenso wie bei Station 2 und 3, bei denen die Kinder zum Beispiel Fell oder Nahrung den entsprechenden Tieren zuordnen müssen und Laute im Wald hören und erkennen sollen.

Auch um den Wald und das Wissen der Kinder über die Bäume soll es gehen. Bei Station 5 müssen sie darum Blätter, Rinde, Äste, Holz und Name dem gesuchten Baum zuordnen. „Wir merken schon, dass sich die Kinder im Unterricht auf die Olympiade vorbereitet haben. Zum Beispiel erkennen sie die Bäume sehr gut“, sagt Eggers.

Aber auch handfestere Aufgaben warteten auf die Kinder. „Bei der vierten Station müssen sie einen Kombinationsschnitt mit einer Säge vornehmen. Hierbei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Präzision“, sagt Eggers.

Bei der letzten Station müssen die Kinder einen Holzstapel umschichten. „Das ist echtes Forstarbeiter-Tageswerk. Die Kinder müssen sich überlegen, wie sie die Hölzer in zehn Minuten effektiv von A nach B bringen und wieder korrekt aufbauen“, erklärt David Zenker.

Waltraud Burmeister, Klassenlehrerin der 4. Klasse der Grundschule Bernitt, ist von der Waldolympiade begeistert. „Es sind sehr schöne Aufgaben, die sich das Forstamt ausgedacht hat. Sie fördern die Teambildung und den Zusammenhalt der Klasse, denn die Lehrer halten sich aus den Aufgaben raus. Außerdem ergänzt das unseren Sachkundeunterricht sehr gut.“ Und auch bei den Kindern selbst kommt die Waldolympiade sehr gut an. „Es macht mir sehr viel Spaß und ich lerne viel Neues“, sagt Florian Paschke aus der Grundschule Bernitt. Auch Klassenkameradin Lisa-Sophie Gendrig findet: „Die Aufgaben sind wirklich toll. Am besten gefiel mir das Hölzerstapeln, weil wir da so gut als Team zusammen arbeiten konnten.“

Den Pokal mit der Haselmaus darauf nahm zum Schluss die Klasse der Freien Schule Bützow mit den Lerngruppen „Schlaue Wölfe“ und „Pfiffige Pfifferlinge“ mit nach Hause. Zweiplatzierter wurde die Grundschule Warnow, dahinter die Grundschule Bernitt und auf Platz 4 die andere Klasse der Freie Schule mit den Lerngruppen „Lernteufel“ und „Wüstenrennmäuse“.

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