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Bützower Zeitung

23. Oktober 2017 | 04:52 Uhr

Bützow : Lebenshilfe: Wohnheim bald fertig

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Heilpädagogisches Zentrum zieht voraussichtlich im Mai 2016 um / Mitarbeiter zeigen sich bei Rundgang begeistert

von
erstellt am 01.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Der Bau des neuen Wohnheims der Lebenshilfe im Rühner Landweg hat deutliche Fortschritte gemacht. Davon konnten sich am Dienstag auch die Mitarbeiter überzeugen. Karsten Geike, Geschäftsführer des Heilpädagogischen Zentrums der Lebenshilfe Bützow, führte sie durch das zweistöckige Gebäude und zeigte ihnen die verschiedenen Bereiche und Räume. Er gehe davon aus, dass das Wohnheim voraussichtlich im Mai oder Juni nächsten Jahres bezogen werden kann, so Geike.

Damit das klappt, gehen die Bauarbeiten auch in den Wintermonaten weiter. Während sich das Innere des Gebäudes derzeit noch im Rohbau-Stadium befindet, werde in den kommenden Wochen sehr viel passieren, so Geike. So werden in den nächsten zwei Wochen alle Fenster und Außentüren eingesetzt. Dann geht es an die Elektroinstallationen, den Trockenbau und die Sanitäranlagen. „Und wir starten noch in diesem Jahr mit der Außenfassade“, sagt der Geschäftsführer. Im kommenden Jahr folgen die Arbeiten an der Zufahrt zum Gebäude.

Derzeit betreuen die Mitarbeiterinnen des Heilpädagogischen Zentrums der Lebenshilfe im Wohnheim am Fritz-Reuter-Platz insgesamt 21 Menschen mit Behinderung. Ihre Freude über den Umzug machten sie bei der Begehung am Dienstag deutlich. „Das neue Haus ist eine deutliche Verbesserung“, sagt Wohnheimleiterin Maren Hagge. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern schmiede sie schon Pläne bezüglich der Einrichtung. Und auch die Bewohner würden sich schon sehr auf den Umzug freuen. „Sie gehen manchmal in der Gegend spazieren und schauen sich die Fortschritte auf der Baustelle an“, sagt Maren Hagge.

Das Heim soll vor allem für die Bewohner Verbesserungen mit sich bringen. Als wichtigste Maßgabe wurde daher ihre Unterbringung in Einzelzimmern verfolgt. „Dieses Ziel verfolgen wir schon seit 1990“, erzählt Karsten Geike. Zur Zeit müssen sich viele Bewohner noch ein Doppelzimmer teilen. „Die Zimmer im neuen Haus sind auch viel größer. Darüber werden sie sich freuen“, so Maren Hagge. Außerdem sind alle Zimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet, einer Nasszelle, die ebenerdig gebaut wird. Gemeinsam mit dem Architekten würden derzeit Gestaltungsmöglichkeiten überdacht, die es den Mitarbeitern erleichtern, den Bewohnern gegebenenfalls beim Duschen zu helfen, sagt Karsten Geike. Halbhohe Duschvorhänge seien zum Beispiel eine Möglichkeit.

Das neue Wohnheim bietet Platz für 24 Bewohner. Sie werden nach dem Umzug in drei Gruppen mit jeweils acht Personen aufgeteilt. Eine Wohngruppe befindet sich im Erdgeschoss, die anderen beiden im zweiten Stock. Insgesamt drei Mehrzweckräume können für gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden. Auffällig ist vor allem die helle und offene Gestaltung. Die Mehrzweckräume sind offen gehalten, die Flure groß und lichtdurchflutet. „Es war uns wichtig, dass es nicht den typischen Heimcharakter hat. Eine Wohngruppe ist eher wie eine WG für acht Leute“, sagt Karsten Geike.

Obwohl der Umzug noch einige Monate auf sich warten lässt, überlegen die Mitarbeiterinnen sich jetzt schon, wie sie ihren Schützlingen die Orientierung in dem neuen Wohnheim erleichtern können. So fiel der Entschluss, dass an jeder Zimmertür ein Portraitfoto des Bewohners angebracht wird. Im Eingangsbereich sollen zudem Bilder der Mitarbeiter hängen. „Das ist nicht nur für unsere Bewohner, sondern auch für Besucher und Gäste eine gute Orientierungshilfe“, sagt Karsten Geike.

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