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Tornado : Lebensgefahr zwischen Bützow und Schwaan

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Tornado hat 10 000 Festmeter Holz in den Wäldern umgebrochen

von
erstellt am 08.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Zwischen den Ortschaften Bützow und Schwaan hat der Tornado eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Schon von der Straße aus sind zahlreiche umgebrochene Bäume zu erkennen. Das ganze Ausmaß wird wohl aber erst in den kommenden Tagen und Wochen auszumachen sein.

Insbesondere das Revier Oettelin sei am schlimmsten betroffen, informiert Marcus Lange, Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit im Forstamt Schlemmin. „Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass rund 10 000 Festmeter Holz durch den Tornado umgeworfen und umgebrochen wurden“, sagt Lange und fügt hinzu: „Im Jahr schlagen wir zwischen 50 000 und 55 000 Festmetern – sprich: durch diesen einen Sturm ist ein Fünftel bereits jetzt erreicht.“

Heute habe das Forstamt zunächst nur die Schadensmenge aufnehmen können – eine detailierte Bestandsaufnahme erfolge in der kommenden Woche. Erst dann sei bekannt, ob auch geschützte Arten oder besonders alte Exemplare zu beklagen seien.

Schon jetzt sei aber klar, dass eine umzäunte Fläche, die erst in diesem Jahr aufgeforstet wurde, großen Schaden genommen hat. „Sowohl die neugepflanzten Bäume als auch der gesetzte Zaun sind zerstört“, erklärt der Forstamtsmitarbeiter. Soweit bekannt, seien sensible Naturschutzbereiche jedoch nicht betroffen. Eine genaue Aussage könne aber erst nach der tatsächlichen Bestandsaufnahme der Forstmitarbeiter erwartet werden.


Beräumung beginnt am Montag


Ab Montag werden Marcus Lange und seine Kollegen in den Waldstücken zwischen Bützow und Schwaan die Schäden einerseits begutachten und andererseits auch beräumen.

Bis dahin warnen die Experten davor, die betroffenen Waldgebiete zu betreten. „Es sind sehr viele Bäume umgebrochen und dieses Wurf- und Bruchholz ist für Spaziergänger sehr gefährlich. Oft lässt sich nicht abschätzen, ob sich Teile, Äste oder gar ganze Bäume auch jetzt noch lösen und herabstürzen“, erklärt Marcus Lange eindringlich. Besonders in den Wälder von Bützow bis Werle besteht derzeit Lebensgefahr.

 

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