Güstrow/bützow : Lasermesser nimmt Wald ins Visier

Ehemaliger Bützower Wulf Köhler, freiberuflicher Forstsachverständiger, erfasst Güstrower Stadtforst / Alle zehn Jahre Pflicht

svz.de von
13. Juli 2014, 14:37 Uhr

Forsteinrichtung, Ertragstafel, Verjüngungsplanung, Holzeinschlag, Lasermesser, Höhenmesser, Bitterlich-Stab – Wulf Köhler ist in seinem Element, wenn er davon erzählt. Der freiberufliche Forstsachverständige aus Ankershagen ist seit drei Monaten im Güstrower Stadtforst unterwegs, um die ca. 1000 Hektar Wald, die die Stadt Güstrow hat, zu taxiren, einzuschätzen. Seine Arbeit fließt als Ergebnis in eine digitale Dokumentation. „Das erfolgt alle zehn Jahre nach dem Waldgesetz. Meine Arbeit erfasst erstens den Ist-Zustand der so genannten Forsteinrichtung, in diesem Fall ist es der Güstrower Stadtwald.

Zweitens hat die Stadt etwas in der Hand, wie sie mit dem Bestand in den nächsten zehn Jahren weiter verfahren sollte bzw. kann. Was ich erfasse, ist kein Gesetz und Dogma, sondern eine Orientierung“, erklärt der 47-jährige gebürtige Bützower.

Mit dem Auftrag in Güstrow betrat er somit wieder einmal heimischen Boden, denn Köhler ging in Güstrow zur Schule und lernte im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Güstrow Forstfacharbeiter mit Abitur. Nach dem Studium und mehreren Jahre Arbeit in der Landesforst führte ihn seine Ausbildung in die freie Wirtschaft. Wulf Köhler betreut landesweit Betriebe, schätzt Forsteinrichtungen wie den Güstrower Stadtwald ein, übernimmt Standorterkundungen und erledigt verschiedene forstwirtschaftliche Gutachten. Auch bei den Themen Holzeinschlag und Holzvermarktung kennt sich der Diplom-Forstingenieur aus.

Die Prozedur, die er gegenwärtig in Güstrow erledigt, muss jede Kommune oder jeder Privatmann, der über 100 Hektar Wald hat, durchlaufen. Zu seiner Ausrüstung gehören dafür ein Lasermesser, ein Höhenmesser und der Bitterlich-Stab, mit der er die Höhe der Bäume, die Fläche, auf der sie stehen, und den Durchmesser ermittelt.

Hans-Jürgen Kowalzik

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Montag-Ausgabe.

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