zur Navigation springen
Bützower Zeitung

21. November 2017 | 18:49 Uhr

20 Fragen : Langeweile ist ein Fremdwort

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Grundschullehrer Erik Pfotenhauer angelt, spielt Theater, engagiert sich in der Feuerwehr und kümmert sich um seine zahlreichen Tiere

von
erstellt am 28.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Über Langeweile kann sich Erik Pfotenhauer aus Steinhagen nicht beklagen. Schon seine Arbeit als Lehrer an der Freien Schule Rerik fordert den 31-Jährigen voll und ganz. Wenn er sich nicht gerade seinen Schülern widmet, ist Erik Pfotenhauer bei der Feuerwehr zu finden, in der er sich bereits seit 1997 engagiert. Zudem ist er Gemeindevertreter, Mitglied im Nabu sowie im Landesanglerverband. Seine Naturverbundenheit habe er von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen, sagt Erik Pfotenhauer. Das zeigt sich auch an seinem tierischen Umfeld. „Ich lebe mit 30 Schafen, 15 Hühnern, drei Laufenten, vier Hunden, fünf Katzen und meinem Bruder auf unserem Hof in Steinhagen.“ Zu seinen größten Hobbys gehören das Angeln und Bootfahren sowie die Landwirtschaft, erzählt Erik Pfotenhauer. Intellektuelle und emotionale Erfüllung finde er, neben seiner Arbeit in der Schule, auch in der Theatergruppe Kirchenspiel, bei deren Aufführungen er regelmäßig mitwirkt.

SVZ-Redakteur Ralf Badenschier stellte Erik Pfotenhauer die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf dem Acker – mit meinen Händen im Boden und frei im Geist!

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Die Kurtaxe abschaffen.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Auf meinem Hof oder in der Feuerwehr.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich bin mit meinem Vater auf den Wochenmarkt nach Rostock gefahren und habe dort beim Auf- und Abbau geholfen und vielleicht auch mal einen Strauß Blumen verkauft.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Definitiv für Angelzeug.

Was würden Sie gerne können?
Ich würde gerne mehr von Holz- und Metallbearbeitung verstehen.

Was stört Sie an anderen?
Oberflächlichkeit, Unzufriedenheit, Überheblichkeit, Intoleranz.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meine Katze. Sie hat nur drei Beine, tritt aber auf als hätte sie fünf.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Während ich diese Fragen beantworte, muss mein Feuerwehr-Kamerad Henning Voß auf seinen wohlverdienten Schlaf verzichten, weil ich seine Internet-Kompetenz strapaziere.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Goethe. Ein absolutes Universal-Genie mit Wissen in Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaft. Biologe, Geologe, Lyriker, Dramatiker, Politiker und trotzdem ein Lebemann.

Welches Buch lesen Sie gerade?
„Die Abenteuer des Röde Orm“ und „Nathan der Weise“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich habe keinen Fernseher.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Dann wohl eher beim Karneval.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Einen Menschen, der sagt was er denkt und tut, was er sagt.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich esse gern eigenes Lammfleisch nach griechischem Rezept mit viel Knoblauch, dazu ordentliche Kartoffeln vom Feld mit leckeren selbstangebauten Tomaten mit Balsamico.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Otto Waalkes – die Hymne!

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An ein Taschenmesser, das ich von meinem Bruder bekommen habe und das ich selbst schon so oft benutzt habe. Das Schönste ist, wenn man so ein Geschenk leihweise weitergeben kann. Viele meiner Schülerinnen und Schüler haben schon mit diesem Messer geschnitzt und denselben zufriedenen Gesichtsausdruck wie ich dabei gehabt.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Familie gründen.


Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Mich um meine Enkel kümmern, die Jugendfeuerwehr fördern, meinen Acker bewirtschaften und die Tiere versorgen, und einen dicken Fisch fangen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Gehen Sie Freitag ins Freizeitreff in Bützow und fragen Sie Frau Gierer nach einem Kind, dem Sie diese Fragen stellen sollen. Frau Gierer ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich all den bürokratischen Hürden stellen muss und trotzdem einen tollen Job macht. Sie wird ein Kind benennen, das hier zu Wort kommen soll. Ein Kind, dem man sonst eher kein Gehör schenkt.



















zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen