Zepelin : Landwirtschaft zum Anfassen

Auf Tuchfühlung mit den Kühen: Nadine Wünsche und Jan Gertz kamen mit ihren Kindern Jan Lucas. Marvin und Moritz zum Hoffest.
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Auf Tuchfühlung mit den Kühen: Nadine Wünsche und Jan Gertz kamen mit ihren Kindern Jan Lucas. Marvin und Moritz zum Hoffest.

Zum „Tag des offenen Hofes“ strömten hunderte Besucher auf den Hof von Benedikt Ley

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13. Juni 2016, 05:00 Uhr

Auf dem Mühlenhof in Zepelin herrschte gestern großer Andrang. Hunderte Besucher aus dem ganzen Landkreis waren der Einladung des Betreibers Benedikt Ley zum „Tag des offenen Hofes“ gefolgt. Fachkundige und Laien konnten sich auf dem Gelände umschauen, an Führungen durch die Ställe teilnehmen und gemeinsam mit Freunden und Verwandten etwas essen und trinken.

„Es ist ein riesiger Aufwand, das alles zu präsentieren“, sagte Benedikt Ley. Mit der Aktion wolle er Imagearbeit für die Landwirtschaft betreiben. Er wolle darauf aufmerksam machen, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht den wirtschaftlichen Interessen des Betriebes widersprechen, so Ley. „Im Gegenteil. Wenn es dem Tier nicht gut geht, wirkt sich das auch auf seine Leistung aus“, sagt der Landwirt. So werden die 650 Kühe alle auf Stroh gehalten, können sich immer frei bewegen. „Alle sprechen immer von Massentierhaltung, wenn es um Tierproduktion in der Landwirtschaft geht. Aber bevor man urteilt, sollte man sich das erst einmal genauer anschauen“, so Ley.

Den Nachhaltigkeitsgedanken wendet der Landwirt, der den Mühlenhof seit 2013 betreibt, auch auf die Pflanzenproduktion an. „Wir schauen uns die Bestände auf dem Acker jeden Tag genau an und entscheiden dann, ob sie noch behandelt werden müssen“, sagt Ley.

Hilfe bei der Organisation hatte der gebürtige Bayer aus dem ganzen Dorf bekommen. „Es wurden 70 Kuchen gebacken, die Frauen haben in den vergangenen Tagen die Fenster an den Ställen geputzt. Darüber freue ich mich sehr.“ Gemeinsam mit den Dorfbewohnern etwas zu machen, sei ebenfalls ein Antrieb gewesen, an der landesweiten Aktion teilzunehmen.

Um seinen Gästen ein wenig musikalische Unterhaltung zu bieten, hatte Benedikt Ley sogar eine Blaskapelle aus Bayern organisiert. „Jeder aus dem Dorf hat einen oder zwei Musiker bei sich aufgenommen, das finde ich richtig toll“, erzählt der Landwirt.

Die Besucher nahmen das Angebot dankbar an. Sie fuhren mit dem Traktorkremser, schauten sich an den verschiedenen Ständen um und testeten bei einem Quiz ihr Wissen über die Getreidesorten. Nadine Wünsche und Jan Gertz sind mit ihren Söhnen Jan Lucas, Marvin und Moritz aus Trams bei Jesendorf angereist. „Wir sind selbst in der Landwirtschaft tätig und wollten uns den Hof deswegen einmal anschauen“, sagte Jan Gertz. Die Kinder nutzten die Gelegenheit und gingen mit den Kühen auf Tuchfühlung.

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