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Bützower Zeitung

17. Dezember 2017 | 22:46 Uhr

Bützow : Landschaften als Blick in die Seele

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Am Sonnabend wird im Kunsthaus die Ausstellung „Phantastischer Realismus“ eröffnet

von
erstellt am 03.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Landschaften, die auf besondere Art in Szene gesetzt wurden, gibt es ab kommendem Sonnabend im Bützower Kunsthaus zu sehen. Unter dem Titel „Phantastischer Realismus“ präsentiert Horst-Werner Schneider 60 seiner Arbeiten, die sich thematisch vor allem mit dem Blick über die Landschaften Mecklenburgs beschäftigen. „Beim Malen von Landschaften kann ich mein Seelenleben am besten ausdrücken“, sagt Horst-Werner Schneider.

Der Kunst hat sich Schneider, der sich alles selbst beibrachte, schon sehr früh verschrieben. Nächstes Jahr habe er sein 55. Maljubiläum, erzählt er. In dieser Zeit sind mehr als 200 Gemälde entstanden. Zwei davon waren in Bützow schon zu sehen, im Rahmen der Ausstellung des Pommerschen Künstlerbundes, in dem Schneider aktiv ist. Jetzt hat er die Möglichkeit, den hiesigen Kunstinteressierten einen breiteren Querschnitt seines Schaffens zu zeigen. „Und eines ist gewiss“, sagt Schneider, „die Bilder haben richtig viel Arbeit gekostet. An manchen habe ich bis zu 200 Stunden gesessen.“

Grund dafür ist seine besondere Maltechnik, die Lasurmalerei, bei der verschiedene Farbschichten übereinander aufgetragen werden. „Das gibt den Bildern ein besonderes Leuchten“, erklärt der Horst-Werner Schneider. Tatsächlich besitzen die Landschaften Schneiders eine große Strahlkraft. Und wer genau hinschaut, erkennt in den Landschaften auch immer Hinweise auf die moderne Welt, seien es Windräder oder Grenzsteine.

Einige Werke der neuen Ausstellung stammen von der Künstlerin Christine Meyer, die Horst-Werner Schneider durch den Pommerschen Künstlerbund kennt. In ihren Werken spielen Landschaften ebenfalls eine Rolle, allerdings eher in surrealer Form, wie sie selbst sagt. „Ich möchte immer ganz tief in eine Landschaft eintauchen und ihr Wesen erfassen. So entstehen Collagen aus Realität und Unterbewusstsein“, erklärt Christine Meyer ihren Stil. Generell sei Kunst für sie ein guter Weg, mehr über sich selbst zu erfahren. Neben ihren Bildern zeigt die ehemalige Kunstlehrerin auch Schmuck, den sie selbst entworfen hat. „Den könnte man auch schon fast als surreal bezeichnen“, sagt sie.

Die Ausstellung wird am Sonnabend um 15 Uhr offiziell eröffnet. Sie ist bis zum 17. September für Besucher geöffnet. Beendet wird sie übrigens auf besondere Art: Am letzten Ausstellungstag gibt es eine Gesprächsrunde mit Horst-Werner Schneider. „So etwas haben wir noch nie gemacht“, sagt Kunsthausleiter Karl-Werner Zießnitz.

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