Bützow : Landkreis will Schüler mobilisieren

Das Schülerfreizeit-Ticket soll für den gesamten VVW-Bereich gelten, also auch von Güstrow nach Warnemünde.
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Das Schülerfreizeit-Ticket soll für den gesamten VVW-Bereich gelten, also auch von Güstrow nach Warnemünde.

Schülerfreizeit-Ticket ab dem nächsten Schuljahr geplant - Landkreis übernimmt vermutlich halben Preis der Monatskarte.

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13. Mai 2018, 05:00 Uhr

Ein Schülerfreizeit-Ticket könnte es mit Beginn des nächsten Schuljahres im August im Landkreis Rostock geben. In den Ausschüssen des Kreistages wird derzeit darüber diskutiert. Denkbar ist ein Ticket für 39,20 Euro im Monat, das im gesamten Bereich des Verkehrsverbundes Warnow (VVW) gelten soll. Den Preis würden sich Eltern bzw. Kinder und Landkreis teilen.

Um das Vorhaben auf den Weg zu bringen, müssten 100 000 Euro in den Nachtragshaushalt des Landkreises eingestellt werden. Über diesen Nachtrag wird gerade beraten. Zur Beschlussfassung liegt er den Mitgliedern des Kreistages auf ihrer Juni-Sitzung vor. Ziel ist es, die Mobilität der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen, sie für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Freizeit zu sensibilisieren und zu begeistern und somit auch einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, erklärt Romuald Bittl, Dezernent für Wirtschaft und Bau in der Kreisverwaltung.

Mit dem Angebot geht der Landkreis über die Schülerbeförderung hinaus. Es kommt für Mädchen und Jungen zwischen sechs und 20 Jahren, die ihren Wohnsitz im Landkreis haben, infrage. Das Ticket soll montags bis freitags von 13 bis 3 Uhr sowie am Wochenenden und an Feiertagen gelten. Die Einführung ist für den 20. August im gesamten VVW-Gebiet einschließlich der Stadtverkehre geplant.

„Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen flexibler werden und dabei auch die Eltern entlasten“, betont Bittl. Nicht selten sind Eltern eine Art Taxiunternehmen für ihre Kinder, die in Vereinen aktiv sind oder Veranstaltungen besuchen möchten. Voraussetzung ist natürlich, dass Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs überhaupt vorliegen, was im letzten kleinen Dorf schon schwierig wird.

„Wir rechnen erst einmal mit 1000 Nutzern und wollen jetzt anfangen“, sagt Bittl. Für ein gesamtes Haushaltsjahr müsste man in Zukunft mit etwa 300 000 Euro im Landkreis rechnen. „Nach zwei Jahren wollen wir dann prüfen, ob mit dem Angebot die gesteckten Ziele erreicht werden, ob es wie erhofft angenommen wird“, kündigt Bittl an.

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