Baumgarten: Verein wünscht sich Zusammenarbeit : "Land-Ei" fühlt sich ausgebremst

<strong>Ulrike Gisbier, Cindy Repka-Theobald, Heike Riemer und Dirk Einbeck</strong> (v.l.n.r.) vom Verein 'Land-Ei' wünschen sich eine bessere Zusammenarbeit von Verein und Gemeinde im Interesse des qualifizierten räumlichen und inhaltlichen Ausbaus der Kindertagesstätte in Baumgarten.<foto>Ralf Badenschier</foto>
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Ulrike Gisbier, Cindy Repka-Theobald, Heike Riemer und Dirk Einbeck (v.l.n.r.) vom Verein "Land-Ei" wünschen sich eine bessere Zusammenarbeit von Verein und Gemeinde im Interesse des qualifizierten räumlichen und inhaltlichen Ausbaus der Kindertagesstätte in Baumgarten.Ralf Badenschier

Die Kindertagesstätte Baumgarten ist wieder in kommunaler Hand. Der vor einem Jahr gegründete Verein "Land-Ei" möchte sich in die Entwicklung der Kita einbringen, fühlt sich von der Gemeinde aber schlecht informiert.

svz.de von
25. Januar 2013, 10:01 Uhr

Baumgarten | Seit einem halben Jahr ist die Kindertagesstätte Baumgarten wieder in kommunaler Hand. Vor einem Jahr, als der Fortbestand der Einrichtung gefährdet schien, gründete sich der Verein "Land-Ei". Auch mit dem Gedanken, die Einrichtung möglicherweise zu betreiben. Die Gemeindevertreter haben anders entschieden (SVZ berichtete). Dennoch möchten sich die Vereinsmitglieder in die weitere Entwicklung der Kita einbringen. Doch sie fühlen sich von der Gemeinde nicht einbezogen, schlecht informiert.

"Es gibt null Information seitens der Gemeinde", sagt Dirk Einbeck, eines von 20 Vereinsmitgliedern. Da die Eltern guten Kontakt zu den Mitarbeiterinnen der Kita hätten, würden sie so einiges erfahren. Dass nicht der Verein, wie vor einem Jahr zunächst angedacht, sondern die Gemeinde jetzt wieder den Kindergarten betreibt, damit hätten sie sich arrangiert. Finden es auch gut, dass es mit der Kita weiter geht. So hätte sich der Verein schon beim Dorffest mit eingebracht, Geld eingeworben, mit dem dann unter anderem sämtliche Räume malermäßig in Schuss gebracht wurden (SVZ berichtete). "Das war eine richtig tolle Aktion. Wir haben zwei Tage gewirbelt. Da haben sich nicht nur Eltern beteiligt, sondern auch Nachbarn, die zum Beispiel gekocht haben", erzählt Einbeck. Der Verein habe sich auch um weiteres Spiel- und Lernmaterial gekümmert.

"Und wir haben auch schon für dieses Jahr einiges geplant. Eine Abschlussfeier für die Kinder, die zur Schule kommen, eine Kutschfahrt, ein Kinderfest im Freizeit-Treff", erzählt Vereinsvorsitzende Cindy Repka-Theobald. Doch die Vereinsmitglieder wollen mehr. Das jetzige Kita-Gebäude entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen, ist eine alte Baracke mit Asbestplatten. Die Gemeinde plant deshalb den Umbau des Gemeindezentrums am Sportplatz, hat dafür einen Antrag auf Leadermittel gestellt (SVZ berichtete).

Hintergrund: Mit dem Gemeindezentrum am Sportplatz sowie dem Gebäude mit Freizeit-Treff und Feuerwehr hat die Gemeinde zwei große Objekte, die für die Unterhaltung viel Geld kosten, das die Gemeinde so nicht mehr hat. So entstand der Gedanke zur Umnutzung des Gemeindezentrums.

Ein Weg, der auch vom Verein mit getragen wird. Doch er möchte in die Planungen mit eingebunden werden. Sowohl bei der Raumplanung, als auch bei der Ausführungsplanung. "Unsere Mitglieder haben viele Kontakte, viele Ideen und auch manches Fachwissen", sagt Dirk Einbeck. "Dieses Potenzial sollte genutzt werden", ergänzt Ulrike Gisbier.

Vorstandsmitglied Heike Riemer erinnert an die Vorschläge für einen neuen Namen für die Kita. "Wir hatten Land-Ei vorgeschlagen, dafür sogar schon T-Shirts gedruckt. Das Ei steht dabei für Eltern-Initiative." Auch darauf habe es bisher keine Antwort gegeben. "Es gibt keinen Konflikt. Jedoch fehlt uns das Hand-in-Hand-arbeiten. Der Verein ,Landei’ findet seit Juli für die Gemeinde nicht mehr statt", so Dirk Einbeck.

Bürgermeisterin Astrid Peters hält dagegen: "Der Verein war seit Juli auf keiner Gemeindevertretersitzung. Die sind öffentlich. Die Erzieherinnen und Eltern sind aber über alles informiert." Auch über die ersten Pläne für den Kitaneubau. "Wir haben die Leadermittel beantragt. Wir arbeiten zu, wenn vom Kreis dazu Fragen aufkommen. Mehr können wir gegenwärtig nicht tun. Wir müssen abwarten, ob wir Fördermittel bekommen", so die Bürgermeisterin. Wenn nicht, denn müsse man sich ohnehin Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Doch das stehe dann auf einem anderen Blatt.

Das Thema Kita werde auch auf der nächsten Gemeindevertretersitzung stehen, die am 26. Februar stattfinden wird. "Ich hatte mir da schon einige Notizen gemacht. Und da steht auch das Stichwort ,Name für Kita’", so Astrid Peters.

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