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Zirkustfest in Bützow : Lachen ins Gesicht gezaubert

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Da staunten die Kinder der Schule am Wasserturm in Bützow: Zirkus Humberto kam auf einen Besuch vorbei.

svz.de von
erstellt am 01.Mai.2015 | 20:45 Uhr

Dieser Tag wird den Kindern der Schule am Wasserturm in Bützow noch lange im Gedächtnis bleiben. Vor allem dank des Lach-Muskelkaters, den viele der Schüler mit nach Hause nehmen.

Mehrere Wochen haben die Schüler der Schule zur individuellen Lebensbewältigung der Lebenshilfe fleißig geprobt und geübt, um eine ihrer Erzieherinnen in den Ruhestand zu verabschieden. Doch eine Überraschung im Gegenzug hatte niemand erwartet. Groß war die Freude, als Mario Kohlhagen, der als Integrationshelfer tätig ist, den Zirkus Humberto ankündigt.

Anlass für den Besuch war auch das anstehende Güstrower Zirkusfest, in dessen Zuge jedes Jahr eine besondere Einrichtung besucht wird. Zuletzt war es die Kinderstation der KMG-Kliniken. „Es ist toll, dass wir den Kindern hier so Möglichkeit geben können, in eine andere Welt einzutauchen und all ihre Sorgen kurzzeitig zu vergessen“, erklärt der 43-jährige Güstrower. Und auch bei den gehandicapten Bützower Steppkes kommen die Vorführungen von Clown Roberto Ortmann und Magier Eddy Green aus der Ukraine sehr gut an. „Das ist das Schöne am Zirkus“, freut sich Kohlhagen, „er ist das beste Beispiel für Toleranz. Denn hier ist es egal, ob man arm oder reich ist, behindert oder nicht, Ausländer oder Deutscher. Der Zirkus bringt alle zusammen.“

Unter den begeisterten Zuschauern sitzt auch Schuldirektor Karsten Dygatz. Er ist sich sicher, „diese Veranstaltung ist ein Highlight für meine Schüler.“ Denn jede Abwechslung vom Alltag sei den jungen Leuten mehr als willkommen. Seit drei Jahren hat der 39-Jährige die Schulleitung inne und wird in diesem Jahr seine erste eigene Klasse in die Berufswelt verabschieden. „Ich habe sie vom 6. Lebensjahr bis ins Erwachsensein begleitet“, erklärt Dygatz etwas wehmütig. Denn die Bindung zwischen Lehrern und Schülern sei in seiner Einrichtung besonders fest. „Jeder wird hier sehr individuell betreut und wir arbeiten eng mit den Eltern zusammen.“ Denn Schwerpunkt der Schule sei die Berufsfrühorientierung. Bei der geschützten Werkstatt soll perspektivisch für die Schüler nicht Schluss sein. „Wir wollen sie in der freien Wirtschaft unterbringen oder als Leiharbeiter in Betrieben“, erklärt Karsten Dygatz. Bis dahin haben viele der anwesenden Zuschauer aber noch Zeit.

Nun dürfen sie sich erst einmal an der Zirkus-Vorstellung erfreuen. Viele von ihnen werden auch in das Programm integriert und nehmen als Dankeschön eine Ballon-Figur mit nach Hause. Besonders begehrt sind bei ihnen aber keine Tierfiguren, sondern die Form eines Säbels.

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