zur Navigation springen
Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 14:16 Uhr

Bützow : Kunstobjekt hat neue Heimat

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Maronensitzgruppe wurde der Grundschule am Schloßplatz offiziell übergeben

von
erstellt am 21.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Es ist vollbracht: Der Bauzaun ist verschwunden und die Eröffnungsreden sind gehalten. Seit gestern steht die Maronensitzgruppe der früheren Kopernikusschule den Mädchen und Jungen der Grundschule am Schloßplatz offiziell als Spielgerät zur Verfügung. Es sind aber keine Maronen mehr, sondern Fliegenpilze. Im zweiten Anlauf hat es geklappt, Dank des Einsatzes einiger engagierter Menschen, wie Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich gestern betonte.

„Was lange währt, wird ewig gut“, erklärte zuvor Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der Cable Engineering Nord GmbH mit Sitz in Güstrow. Der Bützower hatte sich im vergangenen Jahr bereit erklärt, das Umsetzen der Maronen von der Vierburg zur Grundschule zu organisieren, ohne dass dadurch Kosten für die Stadt entstehen.

Die Idee, das Kunstobjekt für Bützow zu erhalten, war durch Stadtvertreter Eckhard Knoll (CDU) und den Seniorenbeirat vor über einem Jahr an die Stadt herangetragen und von den Stadtvertretern auch einstimmig beschlossen worden. Ein erster Versuch im Jahr 2012 war gescheitert. Damals sollte das Kunstobjekt in der Miniaturstadt neu aufgestellt werden.

Die Realisierung des Vorhabens jetzt gestaltete sich nicht ganz einfach. Daran erinnerte gestern Gerhard Schmidt. Der hatte dafür mehrere Firmen aus Bützow mit ins Boot geholt. Doch schon beim Abtransport vom alten Standort in der Vierburg „erlitten wir den ersten Schiffbruch“, so Schmidt. Die Sitzgruppe sollte im Ganzen abtransportiert werden, doch sie fiel auseinander. „Nun fing das Gerede an und viele sahen die Einzelteile als Trümmerhaufen – wir nicht“, erinnert sich der Bützower. Es galt die Einzelteile wieder zusammenzufügen. „Und das hat unser Mitarbeiter André Rehbein meisterhaft vollbracht“, sagt Gerhard Schmidt. Bei der Farbgestaltung der Sitzgruppe wurden dann auf Vorschlag von Stadtvertreter Peter Müller (SPD) die Kinder der 2. bis 4. Klassen einbezogen. Und die wünschten sich Fliegenpilze.

Gerhard Schmidt ist mit dem Endergebnis zufrieden. „Was erhaltenswert ist, sollte erhalten werden. Und wenn ich das heute sehe, es hat sich gelohnt“, erklärte Schmidt.

Zur kleinen Eröffnungsfeier war auch Wolfgang Pfannenschmidt gekommen. Er hatte bei seinem Lehrer-Studium in Halle Peter Michael kennengelernt. An den Bildhauer erinnert sich Pfannenschmidt, als in den 1970er-Jahren die Schule gebaut wurde und Geld für ein Kunstobjekt zur Verfügung stand. So kamen die Kopernikus-Sonnenuhr, die heute auf dem Schloßplatz steht und die Maronensitzgruppe in die Vierburg. Nun sind sie wieder ein Stück zusammengerückt.

Gerhard Schmidt wünscht sich für die Zukunft „immer viele Schüler, damit die Fliegenpilze lange stehen und genutzt werden“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen