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Bützower Zeitung

22. September 2017 | 04:47 Uhr

Qualitz : Kunst statt Wahlwerbung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

An Zäunen, Laternenpfählen, Schildern und in der Bushaltestelle prangen Werke des Allerhandvereins

von
erstellt am 22.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Unliebsame Parteiplakate wird es auch in diesem Jahr nicht in Qualitz geben. Stattdessen prangen an den Laternenpfählen im Dorf wieder Kunstwerke, die in verschiedenen Kursen des Allerhandvereins entstanden sind. Premiere feierte die Aktion bereits im vergangenen Jahr, zum Zeitpunkt der Landtagswahl. Nach der positiven Resonanz wurde der Entschluss gefasst, auch dieses Jahr wieder mit Kunst gegen rechte Wahlwerbung anzugehen.

Entstanden sind die Werke zum Teil an einem Workshop-Wochenende Ende Juni (SVZ berichtete). Unter Anleitung konnten Kinder alte Schuhe auseinandernehmen und mit Farbe und Kleber künstlerisch umgestalten. „Wir haben die alten Schuhe neu zusammengesetzt. Das Ziel war es, etwas Lebendiges und Schönes daraus zu machen“, erzählte Tanja Zimmermann, die den Workshop leitete, bei der Ausstellungseröffnung. Weitere Arbeiten sind in verschiedenen Kursen entstanden, die der Allerhandverein anbietet. So sind im Dorf neben den „Schuhwerken“ auch Malereien in jeglicher Form, Holzarbeiten und Skulpturen zu sehen. Die Werke, unter denen ganz nach aktuellem Trend einige Einhörner, aber auch ein Roboter und vieles mehr zu finden sind, hängen nicht nur an den Laternenpfählen des Ortes, sondern auch an Zäunen, Schildern und in der Bushaltestelle.

Wer genau hinschaut, bemerkt, dass bei der Gestaltung der Straßenkunst auch auf ein besonderes Jubiläum hingewiesen wird: Das 90. Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr. So manches Bild, aber auch ein Gebilde aus Schuhen sowie eine zu einem Gefährt umfunktionierte alte Badewanne würdigen diesen Meilenstein auf ihre ganz eigene Art.

Bürgermeisterin Astrid Peters steht voll hinter der Aktion des Allerhandvereins. „Ich finde diese Idee toll und habe das natürlich gleich genehmigt“, sagt sie. „Es wäre schön, wenn es in der Region Nachahmer geben würde.“ Die Bürgermeister der anderen Amtsgemeinden seien zwar ebenfalls begeistert davon, wirklich aufgegriffen werde das Ganze in den anderen Orten aber noch nicht. Einen Grund dafür sieht die Bürgermeisterin in der umfangreichen Arbeit, die hinter dem Konzept steckt. „Es gehört sehr viel dazu, das auf die Beine zu stellen. Der Verein macht das alles in Eigeninitiative und das ist eben nicht selbstverständlich“, betont die Bürgermeisterin.

Unterstützung für ihre Sommerausstellung bekommt der Verein aus dem ganzen Dorf. „Schon letztes Jahr war es so, dass die Leute, die ein Kunstwerk vor ihrer Haustür hatten, sich auch dafür verantwortlich fühlten und dafür sorgten, dass es auch ordentlich hing“, erzählt Gabriele Hesse vom Verein.

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