Schwaan : Kühler Probenraum statt Strand und Sommerhitze

Jeder war einmal an der Reihe: Fabian Sperling (links) zeigte am Schlagzeug, dass er schon Vorerfahrung hat.  Fotos: Nicole Groth
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Jeder war einmal an der Reihe: Fabian Sperling (links) zeigte am Schlagzeug, dass er schon Vorerfahrung hat.

Jugendliche lernen während des Trommelworkshops im JotCee die Standards des Schlagzeugspielens

svz.de von
25. August 2016, 05:00 Uhr

„Immer laut mitzählen“, sagt Danilo Ufa. Der Tipp des Lehrers gilt Chris Teitz, der sich das erste Mal am Schlagzeug versucht. Zusammen mit anderen jungen Erwachsenen nahm der Schwaaner gestern am Trommelworkshop im Jugendclub JotCee teil. Dabei lernten die ersten Grundschritte im Schlagzeugspielen.

Der Kurs ist Teil des Ferienprogramms, das Jugendclubleiter Jörg Quandt Kindern und Jugendlichen während des Sommers anbietet. „Den Trommelworkshop habe ich organisiert, weil Musik eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist. Außerdem heißt es: ’Wo Musik ist, da lass dich nieder, und böse Menschen haben keine Lieder’“, sagte der Leiter.

Für den Schnupperkurs konnte er Danilo Ufa gewinnen. Der gelernte Schlagzeuger spielte jahrelang in der Teterower Band „Vietsmorgen“. Seine ersten musikalischen Schritte machte Ufa in Bützow. „Jörg hatte dort eine Kneipe. Da bin ich mit meiner Band ,Junited Corks Crew’ aufgetreten. Später waren wir sogar die Vorband von Keimzeit“, erzählte er. Erst im Einzelhandel selbstständig, machte Ufa 2001 sein Hobby zum Beruf. „Seit sieben Jahren gebe ich nun in Güstrow Unterricht. Dabei reicht die Altersspanne von neun bis 60 Jahre. Jeder kann das lernen“, sagt Ufa.

Während des Workshops bestätigte sich die Aussage des Güstrowers. Nach anfänglichem Zögern wagte jeder Teilnehmer ein paar Schläge an dem Instrument. Mandy Wehner machte den Anfang. „Ich kann das gar nicht“, sagte sie, nahm die Sticks in die Hand und spielte spontan einen Rhythmus. „Gar nicht schlecht“, sagte Ufa. Und wartete ab, wer sich als nächstes hinter die Drums wagte. Fabian Sperling löste die Jugendliche ab. Bewies Mandy Wehner zuvor, dass sie mehr drauf hat, als planloses Bewegen der Sticks, überzeugte Sperling die Anwesenden von seinem Können. Doch ließen sich die anderen von dem höheren Niveau des Schwaaners nicht einschüchtern. So wagte auch Nadine Wegner ein paar Schläge. „Konzentriere dich nur auf deinen Fuß. Die Hand bewegt sich automatisch. Merke dir, dass dein Fuß auf der eins tritt“, sagte er zu der Jugendlichen. Darauf bedacht, den Tipp umzusetzen, konnte sie in einem zweiten Anlauf den gewünschten Rhythmus halten, brach jedoch immer mal wieder aus.

Das Spielen habe viel mit Konzentration zu tun, so Ufa. Und das helfe auch in anderen Bereichen. „Ich hatte einen Jungen, der sich in der Schule nur fünf Minuten am Stück konzentrieren konnte. Nach einem viertel Jahr Unterricht bei mir hatte er sich auf 45 Minuten verbessert“, erzählte Ufa. Auch die Leistungen der Jugendlichen im Workshop entwickelten sich merklich. So konnte Fabian Sperling nach kurzer Zeit weitere zwei Schrittfolgen im Spielen einbauen. Dabei stand nicht nur Ufa beratend zur Seite. Die Jugendlichen sprachen sich gegenseitig Mut zu und gaben selbst Hilfestellung.

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