Bützow : Kreisstraße: Ausbau kann beginnen

Der Ausbau der Kreisstraße am Forsthof ist nun auch von den Stadtvertretern abgesegnet worden. Streitthema war jedoch der kombinierte Geh- und Radweg.
Der Ausbau der Kreisstraße am Forsthof ist nun auch von den Stadtvertretern abgesegnet worden. Streitthema war jedoch der kombinierte Geh- und Radweg.

Der erste Bauabschnitt soll 2017 realisiert werden – jedoch ohne durchgängigen Geh- und Radweg

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09. März 2016, 12:00 Uhr

Die Kreisstraße Gü 06, beginnend an der Gartenstraße in Bützow, soll in drei Bauabschnitten bis nach Pustohl ausgebaut werden. Die Stadtvertretung stimmte dem Vorhaben des Landkreises Rostock am Montagabend mehrheitlich zu.

Dabei ging es vordergründig um den ersten Bauabschnitt von der Gartenstraße bis zu Einbindung am Ziegelhofweg. Die Straße soll auf einer Länge von etwa 700 Metern einschließlich Geh- und Radweg, Straßenentwässerung und Beleuchtung voll ausgebaut werden. Linksseitig der Straße ist ein drei Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg geplant. „Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wechselt der komibinierte Geh- und Radweg in Höhe des jetzt vorhandenen Fußgängerschutzweges die Straßenseite“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Das kritisierte Stadtvertreter Wolfgang Wehrmann (Einzelbewerber). Fußgänger müssten an dieser Stelle die Straße queren und auf der anderen Seite weitergehen. „Ich halte das für recht hinderlich“, erklärte Wehrmann und stellte den Antrag, die Weiterführung des Gehweges in die Planung aufzunehmen.

Der Antrag stieß auf Unverständnis. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) führte an, dass an dieser Stelle auf den Ausbau eines straßenbegleitenden Gehweges verzichtet würde, weil an den Wohnblöcken auf gleicher Höhe bereits einer vorhanden sei. Auch Peter Müller (SPD) wollte das Thema – im Bauausschuss und in der Stadtvertretung wurde darüber mehrfach diskutiert – nicht neu aufrollen und verwies auf die Empfehlung des Bauausschusses. „Mir gefällt die Variante nicht“, teilte Frank Schröder (CDU) seine persönliche Meinung mit. Auch er hätte einen durchgängigen kombinierten Geh- und Radweg favorisiert. Deshalb werde er der Beschlussvorlage nicht zustimmen, kündigte er an.

Bauamtsleiterin Doris Zich wies das Gremium auf die Konsequenz hin, die der Antrag haben könnte. Denn die Kosten, die der zusätzliche Ausbau eines Gehwegs verursachen würde, „sind von der Stadt zu tragen und werden über Ausbaubeiträge an die Bürger weitergegeben“, stellte sie klar.

Im Bauausschuss war bereits zuvor angeregt worden, die Option eines durchgängigen Geh- und Radweges zu prüfen. – Mit dem Ergebnis, dass ein kompletter Umbau des Kreuzungsbereiches in Höhe Gartenstraße erforderlich wäre, sowie ein zusätzlicher Grunderwerb getätigt werden müsse.

Der Antrag Wehrmanns, einen durchgängigen Gehweg in die Planung aufzunehmen wurde mit zwei Ja- und zehn Nein-Stimmen (sieben Enthaltungen) abgelehnt. Die Baumaßnahmen sollen noch 2017 realisiert werden.

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