Schwaan : Krankentransport wird flexibler

Fahrer Karl-Friedrich Neick, Fahrdienstleiter Norbert Soggeberg und Diakonie-Chefin Madlen Klaiber freuen sich über das neue Fahrzeug für den Patiententransport.
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Fahrer Karl-Friedrich Neick, Fahrdienstleiter Norbert Soggeberg und Diakonie-Chefin Madlen Klaiber freuen sich über das neue Fahrzeug für den Patiententransport.

Mit neuen Fahrzeugen und neuer Technik zu noch mehr Mobilität – so sehen die Zukunftspläne der Diakonie aus

svz.de von
20. September 2017, 12:00 Uhr

Mobilität ist heutzutage so wichtig wie noch nie. Doch für viele Menschen stellt das ein Problem dar, da entweder die Möglichkeit oder die körperlichen Kräfte fehlen, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Dieser Schwierigkeit hat sich die Diakonie Güstrow angenommen. Mit ihrem Fahrdienst sorgt sie seit November 2015 für den sorgsamen Transport ihrer Patienten und ist darum bemüht, diesen stetig auszubauen. „Vor zwei Jahren habe ich noch mit einem Auto angefangen und bin alleine gefahren. Nun besitzen wir bereits 18 Fahrzeuge und 30 Fahrer in Teil- und Vollzeit“, erzählt der Fahrdienstleiter der gesamten Region,Norbert Soggeberg. Der rund 140 Kilometer große Einsatzraum der Autos und Busse erstreckt sich über Güstrow, Bützow, Schwaan, Tetrow und Röbel. „Die meisten Ärzte unserer Kunden befinden sich in Rostock und Bad Doberan, doch viele haben nicht die Möglichkeit, alleine dorthin zukommen. Wir ermöglichen das“, so Norbert Soggeberg. Die Diakonie verfügt über einen Transportschein für Krankenfahrten, die von den Ärzten angewiesen werden können.

„Die Fahrzeuge müssen extra umgebaut und mit Haltegriffen und Trittstufen ausgestattet werden, bevor wir sie einsetzen können“, erklärt der Fahrdienstleiter. „Da dies ein kostenintensiver Umbau ist, werden die Fahrzeuge geleast“.

Die Diakoniestation in Schwaan verfügte bis vor kurzem nur über ein Transportfahrzeug und wurde nun durch einen Kleinbus erweitert. Dieser Fuhrpark erlaubt eine viel größere Flexibilität beim Patiententransport. „Das zweite Fahrzeug ist eine sinnvolle Investition. Wir können nun viele Patienten gleichzeitig an- und abreisen lassen“, freut sich Norbert Soggeberg. „Die Fahrzeuge werden auch für Ausflüge eingesetzt, so gab es zum Beispiel auch mal eine Fahrt in ein Rapsfeld“. Weiterhin kann der Bus bis zu vier Rollstühle aufnehmen, während in das Auto einer hineinpasst.

Die nächste Investition haben die Verantwortlichen der Diakonie Güstrow auch schon ins Auge gefasst. Auf der „Rettmobil“, der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität in Fulda, ist ihnen ein Treppensteiger aufgefallen. Dieses Gerät kann Patienten und Rollstühle mit bis zu 170 Kilogramm Gesamtgewicht aufnehmen und erleichtert den Auf- und Abtransport auf Treppen. „Da der Personentransport an Treppen sehr aufwändig ist, könnte der Treppensteiger sehr hilfreich sein. Ein Modell ist bereits für einen Testlauf vorgeplant“, so Norbert Soggeberg.

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