Schreibzirkel : Konstruktive Kritik ist ihnen wichtig

Die Mitglieder des Bützower Schreibzirkels treffen sich zum gegenseitigen Austausch regelmäßig in den Räumlichkeiten des Krummen Hauses in Bützow.
Die Mitglieder des Bützower Schreibzirkels treffen sich zum gegenseitigen Austausch regelmäßig in den Räumlichkeiten des Krummen Hauses in Bützow.

Die Mitglieder des Bützower Schreibzirkels halten fest, was sie bewegt. Die nächste Lesung für das Frühjahr ist in Planung

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22. März 2016, 21:00 Uhr

Sie sind keine Profis, dafür aber Laien aus Leidenschaft. Die neun Mitglieder des Bützower Schreibzirkels treffen sich monatlich in den Räumlichkeiten des Krummen Hauses. In der Gruppe lesen sie sich ihre Texte vor, um sich gegenseitig darüber auszutauschen. Bereits im vergangenen Jahr fand eine Lesung des Zirkels in Bützow statt. Für das Frühjahr ist eine weitere Veranstaltung in Planung.

„Jeder, der sich in irgendeiner Form künstlerisch betätigt, möchte letztlich wissen, was andere darüber denken“, sagt Gründungsmitglied Wolfgang Pfannenschmidt. Für die Männer und Frauen sind die regelmäßigen Treffen eine Vorstufe der Öffentlichkeit, in der sie erstmals ihre Texte vortragen. „Wir haben einen respektvollen Umgang miteinander, äußern aber auch Kritik“, so Pfannenschmidt.

Zu lernen, was an den eigenen Texten verbessert werden kann, ist für den 18-jährigen Maurice Kimitta wichtig. „Dieser Zirkel ist für mich die einzige Möglichkeit von erfahrenen Schreibern zu lernen“, sagt er. Die Art der Texte ist nicht vorgegeben. Jeder kann schreiben wie und über was er möchte. Während Johannes Woitzik und Heinz Niebuhr vor allem Gedichte verfassen, widmet sich Wolfang Schubert Szenen aus seinem beruflichen Leben als Elektroingenieur. „Meine Erzählungen sind zu 100 Prozent wahr. Damit kommen Geschichten ans Licht, von denen sonst keiner gewusst hätte“, sagt Schubert.

In der Thematik der Texte lässt sich keines der Mitglieder einschränken. „Ich schreibe über die Natur, über das Älterwerden und über Jahreszeiten“, sagt Heinz Niebuhr, der schon seit 30 Jahren seinem Hobby nachgeht. Margrid Zikarsky schreibt vor allem über die Liebe. Meist heiter doch auch ernst gestaltet sie ihre Texte. Angelika Beck wiederum zieht bevorzugt Parallelen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. „Ich vergleiche in einem Text die Art, wie wir uns damals kennenlernten und wie das heute zum Beispiel bei Facebook vonstattengeht“, sagt sie.

Der Zirkel nimmt interessierte Schreiber auf. Kontakt kann über das Krumme Haus aufgenommen werden. Außerdem kann das Schreiber-Ensemble für Veranstaltungen gebucht werden.

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