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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 12:40 Uhr

Schwaan : Kommunales Netzwerk ist jetzt online

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus: Partner mit eigener Internetseite

svz.de von
erstellt am 22.Mär.2017 | 12:00 Uhr

„Alte Aula – wir sagen Danke und Goodbye“. So lautet heute Abend ab 19 Uhr der Titel einer Plattdeutschen Veranstaltung in der Regionalen Schule Prof. Franz Bunke Schwaan. Zu Gast sind Hans-Peter Hahn und Peter Körner mit ihrem Programm „Tau Gast bei Pastor Klickermann“. Auf der neuen Internetseite ww.netzwerk-Schwaan.de ist dies eine der ersten Veranstaltungen, die dort angekündigt werden.

Noch steht die Aula, doch im Sommer soll sie abgerissen werden, sagt Schulleiter Hans-Ulrich Pabusch. Dann soll sie einem Neubau weichen, dem Campus der Generationen. Einrichtungen für alle Altersgruppen werden dann vereint sein unter einem Dach. Dem ist auch das Projekt Mehrgenerationenhaus untergeordnet – ein Bundesprogramm, aus dem die Stadt Schwaan bis 2020 jährlich 30 000 Euro zur Verfügung gestellt bekommt. Die Stadt ihrerseits legt einen Eigenanteil von jährlich 10 000 Euro obendrauf.

Anfang des Monats ist das Projekt angelaufen. Die Besonderheit in Schwaan: Einen zentralen Ort für alle Generationen gibt es noch nicht. Auf dem Weg zum Campus der Generationen sollen schon jetzt die verschiedenen Einrichtungen zusammenarbeiten. Die Angebote sollen koordiniert und gemeinsame Projekte entwickelt werden.

Ein erster Schritt war die Gründung eines Netzwerkes. Darin vertreten sind neben der Stadtverwaltung die Regionale Schule, der Jugendklub „Jot Cee“ und der Seniorenklub „Uns to Hus“ ( Träger von beiden ist das DRK) sowie der Verein Bürger für Schwaan (SVZ berichtete). Mittlerweile habe es weitere Gesprächsrunden mit allen Partnern gegeben, informierte Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) auf der jüngsten Stadtvertretersitzung.

Ein erstes Projekt der Zusammenarbeit ist eine Internetpräsentation. Dabei konnten die Projektpartner vor allem auf die Erfahrung der Regionalen Schule zurückgreifen. Mittlerweile ist diese Seite freigeschaltet. Und auch hier gilt, was Schulleiter Pabusch bereits bei der Gründungsveranstaltung des Netzwerk sagte: „Das Programm ist die Hülle, die wir nun mit Leben erfüllen müssen.“

In der Schule ist die Idee vom Campus der Generationen gereift. Daran erinnern zum Beispiel zwei Filme, gedreht von Schülern, die jetzt auf der Internetseite abrufbar sind. Die Kinder und Jugendlichen waren vor einigen Jahren unzufrieden mit der Schulspeisung, wünschten sich eine neue Mensa. Sie sammelten Unterschriften, beteiligten sich an einem Wettbewerb und verschafften sich auch Gehör bei der Landesregierung. Aus dem Projekt „Eine neue Mensa für die Bunke-Schule“ wurde die Vision vom Campus der Generationen.

Aus dieser Vision sind längst fertige Planungsunterlagen für das drei Millionen Euro teure Projekt geworden. Ein Projekt, das selbst Schulleiter Pabusch zunächst skeptisch betrachtete. Er hätte die Dimension gesehen und meinte, dass das in Schwaan schwer umsetzbar sei, sagte er in einem der Filme, als er von Schülern interviewt wurde.

Längst ist aus Skepsis Zuversicht geworden. „Es gibt in Schwaan zwei Lager. Einige fragen, warum die Aula abgerissen werden muss. Doch es bringt nichts, rückwärts zu schauen, sondern jetzt geht es vorwärts“, sagt Pabusch.

Dennoch soll Zeit bleiben, Abschied zu nehmen. „Wir haben ehemalige Kollegen für den Plattdeutschen Abend eingeladen. Jeder kann kommen“, so der Schulleiter. Rund 100 Anmeldungen gebe es schon. Doch es seien noch einige Plätze frei.

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