Schwaan : Knobeln weckt Spaß an Mathematik

Lilly Patzner direkt nach der Siegerehrung in Berlin mit ihrer Zwillingsschwester Lissy – die lieber zum Kunst- als in den Matheunterricht geht.
Lilly Patzner direkt nach der Siegerehrung in Berlin mit ihrer Zwillingsschwester Lissy – die lieber zum Kunst- als in den Matheunterricht geht.

Die Schwaaner Schülerin Lilly Patzner belegt ersten Platz bei Kniffel-Wettbewerb

von
15. Juni 2016, 05:00 Uhr

Lilly Patzner liebt knifflige Matheaufgaben. Wenn es darum geht, mit Logik und Durchhaltevermögen – dafür ohne Taschenrechner und andere Hilfsmittel – eine Knobelaufgabe zu lösen, macht ihr so leicht keiner etwas vor.

Das bewies sie nun auch beim Finale des Pangea-Mathematik-Wettbewerbs in Berlin. Die Zehnjährige setzte sich dort gegen die Mehrheit ihrer Konkurrenten durch. Mit einer Urkunde und einer Medaille kehrte die Schülerin zurück. „Ich habe den ersten Platz in Mecklenburg-Vorpommern belegt“, sagt sie stolz. Unter den etwa 80 Teilnehmern ihrer Altersgruppe erreichte sie zudem Platz 17.

Ines Busacker, Mathelehrerin an der Schwaaner Grundschule, hatte ihre Schüler für den Wettbewerb im Internet angemeldet – mit Erfolg. Lilly durfte im Mai in Rostock zur Zwischenrunde. „Dort hat sie wieder Aufgaben bewältigen müssen“, berichtet Busacker. Doch auch diese Hürde nahm die Zehnjährige und qualifizierte sich dort für das Finale in der Bundeshauptstadt. Vorbereitet hat sich die Schwaaner Schülerin dafür unter anderem in der Schule. Kinder, die besonders gut im Rechnen sind und großen Spaß daran haben, werden in zusätzlichem Unterricht – der Mathe-Sternchen-Stunde – gefördert.

Doch auch für Schüler, die Mathe nicht zu ihren Lieblingsfächern zählen, sei der Mathematik-Wettbewerb etwas, erklärt Lehrerin Ines Busacker. Denn die Aufgaben sollen den Kindern die Angst vor komplizierten Rechenaufgaben nehmen und Spaß an dem Fach wecken. In einer Aufgabe der Vorrunde mussten die Jungen und Mädchen beispielsweise mithilfe von Hinweisen und durch Überlegen herausfinden, welches von einer Gruppe Kindern das älteste ist. An anderer Stelle war räumliches Verständnis gefragt: Eine Bastelvorlage für einen Würfel musste vor dem geistigen Auge zusammengesetzt werden, um auf die Lösung zu kommen.

„Sie knobelt gern und mag es, Rätsel zu lösen. Sie ist da aber nicht verbissen“, berichtet Mutter Susanne Patzner. „Das zeichnet Lilly aus. Sie gibt nicht auf, wenn sie nicht sofort zur Lösung kommt“, stimmt Lehrerin Busacker zu. Im nächsten Jahr würde sie gern wieder am Pangea-Mathematik-Wettbewerb teilnehmen, sagt die Zehnjährige. Da sie dann aber in die fünfte Klasse geht, ist Ines Busacker nicht mehr für eine Anmeldung zuständig. „Das muss dann die Schule anbieten“, hofft die Lehrerin, dass auch weitere Lehreinrichtungen in der Region auf den kostenlosen Wettbewerb aufmerksam werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen