Kurzen Trechow : Klettertour auf dem Kornspeicher

Den alten Kornspeicher erklimmen einige mutige SVZ-Leser.   Fotos: Christina Milbrandt
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Den alten Kornspeicher erklimmen einige mutige SVZ-Leser. Fotos: Christina Milbrandt

Die letzte Etappe der SVZ-Sommertour führte zum Wasserschloss Kurzen Trechow

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01. September 2017, 20:45 Uhr

Die SVZ-Sommertour hat gestern in Kurzen Trechow ihren Abschluss gefunden. Christian Schierning, Besitzer des Gutshauses, zeigte mehr als 20 Teilnehmern sein Anwesen sowie die dazugehörigen Gebäude, den Kornspeicher und den Pferdestall.

Bevor die SVZ-Leser die Gebäude genauer unter die Lupe nahmen, berichtete der Gastgeber von der langjährigen Geschichte des Hauses. So erfuhr die Gruppe, dass es von 1590 bis 1601 gebaut wurde, ursprünglich sogar komplett aus Granit. Nachdem sie einige Male den Besitzer wechselte, ging die Wasserburg 1847 in den Besitz seiner Familie über, 1945 kam die komplette Enteignung, die Familie flüchtete, erzählte Christian Schierning.

Er selbst hat es sich seit dem Kauf 2005 zur Aufgabe gemacht, das Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen. „Es war damals so ruinös, dass man sich nicht vorstellen konnte, dass man es retten kann.“ Das ist Christian Schierning und seiner Familie aber gelungen, wovon sich die SVZ-Leser direkt überzeugen konnten.

Für Staunen sorgten auch die Details zu den Arbeiten an Kornspeicher und Pferdestall. Der beiden Gebäude hat sich Familie Schierning seit 2012 angenommen und seitdem sehr viel Zeit und Geld in deren Instandsetzung investiert. Allein in den alten Pferdestall flossen eine Million Euro, was einem komplizierten System zur Gewährleistung der Statik geschuldet ist. Um zu unterstreichen, welche Fortschritte die Restaurierung in den vergangenen Jahren gemacht hat, zeigte Christian Schierning seinen Zuhörern Bilder, die den ruinösen Ursprungszustand der Gebäude dokumentierten.

Den Kornspeicher, der mittlerweile eine Höhe von 21 Metern erreicht hat, konnten alle, die schwindelfrei sind, sogar erklimmen. Am Außengerüst kletterten die mutigen SVZ-Leser die fünf Stockwerke hinauf und ließen sich oben von Christian Schierning die Besonderheiten des Gebäudes, in dem zukünftig Gastronomie, Ferienwohnungen und eine Fossilienausstellung unterkommen sollen, erklären. Und auch die Aussicht von dort begeisterte. „Ein so hohes Gebäude ist mitten in einem Dorf schon etwas Besonderes“, sagte Christian Schierning.

Nach dem Ausflug zu den benachbarten Gebäuden konnte sich die Gruppe das Wasserschloss einmal von innen ansehen. Dort konnten der Verkaufsraum, Familienportraits, geschliffene Feldsteine und weitere Mappen mit Details zu den Bauarbeiten begutachtet werden.

Die Teilnehmer der Führung zeigten sich am Ende begeistert und quittierten das mit einem Applaus für Christian Schierning. „Ich habe vor dieser Arbeit große Achtung. Da muss man wirklich mit Fleisch und Blut dabei sein“, sagte Gudrun Haufe. Auch Irmgard Trost war voll des Lobes für die Einblicke in die umfangreichen Maßnahmen: „Es waren viele interessante Einzelheiten. Die hat Herr Schierning sehr gut rübergebracht.“

Wer den Termin gestern verpasst hat, kann sich schon am kommenden Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, ein Bild vom Gutshaus machen.

Tag des offenen Denkmals: Das Wasserschloss Kurzen Trechow ist von 10 bis 18 Uhr für Besucher zugänglich.

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