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Drohne fotografiert Schwaan : Kleine Stadt aus der Vogelperspektive

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Heiko Leisner will seiner Wahlheimat mit seinem Image-Film etwas zurückgeben. Aufnahmen entstanden auch mit einem Multicopter

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Der Film „Meine kleine Stadt Schwaan“ beginnt mit einem malerischen Sonnenaufgang. Der Betrachter erlebt die Stadt an der Warnow aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven: von unten und oben. Ein Heimatfilm der besonderen Art.

Kameramann und Regisseur ist der Schwaaner Heiko Leisner. Der selbstständige IT-Fachmann ist leidenschaftlicher Multicopterpilot. Nun verbindet er seine Freude am Hobby mit der Liebe zur Stadt Schwaan. Auf die Idee, einen Heimatfilm von unten und oben zu drehen, sei er zusammen mit seiner Frau Monique gekommen, sagt Leisner. Er soll ein Dank an die Stadt sein. 1999 zog das Paar nach Schwaan und fühlte sich dort sofort wohl. „Wir wurden so herzlich aufgenommen, dass wir nun beschlossen Schwaans Bewohnern etwas zurückzugeben.“

Die Idee, einen Film über die Warnowstadt zu machen, sei Leisner aber nicht über Nacht gekommen. „Meine ersten Flüge gingen zur Hubbrücke in Schwaan. Ich wollte ihr ein filmisches Denkmal setzen.“ Das Gebiet, in dem Leisner flog, vergrößerte sich dann rasch über andere Bereiche der Stadt. „Bei dem Sichten des Bildmaterials kamen Monique und ich dann auf die Idee, den Schwaan-Film zu drehen.“ Leisner suchte Filmmaterial aus den letzten drei Jahren zusammen. Dann zog er mit Drohne und Handkamera im Gepäck los, um neues zu finden.

Nachdem das Material endlich zusammen war, ging es für den Wahl-Schwaaner an den Schnitt. „Zusammengerechnet habe ich rund drei Wochen Arbeit mit jeweils fünf Stunden pro Tag an dem Zusammensetzen des Films gesessen“, erzählt Leisner. Bei der Auswahl der Musik habe er Glück gehabt: „Ich kenne den Komponisten Martin Herzberg persönlich. Er hat mir erlaubt, sein Stück für das Video zu nutzen.“

Der Film zeigt Luftaufnahmen, die Schwaan in seiner Gänze zeigen, aber auch Details und einzelne Gebäude. Die von Oben gezeigte Kirche zum Beispiel filmte Leisner auch mit der Handkamera von innen. Selbst den Glockenturm nahm er von außen und innen auf. Und auch einzelne Personen und Vereine nahm sich der 50-Jährige vor. „Ich hatte da einen roten Faden: Erst die Hauptsehenswürdigkeiten – wie Kirche und Rathaus – dann das Kommunale wie die Feuerwehr. Es folgen die Vereine, zum Beispiel unser Handballverein und zum Schluss die Firmen.“

Die am Projekt beteiligten Schwaaner habe Leisner angesprochen und sofort für die Aufnahmen begeistern können. „Was mich so sehr beeindruckte war, dass die Schwaaner das Projekt aus ganzem Herzen unterstützten. Da kam keine Ablehnung, sondern nur Begeisterung auf“, sagt Leisner. Thematisiert werden auch die vier Jahreszeiten in der Warnowstadt. Der Zuschauer kann Schwaan im Sonnenschein oder in Schnee gehüllt betrachten.

Inspiriert wurden das Ehepaar auch durch die Mutter von Heiko Leisner. Die sei ein Kennedy-Fan. Von ihm gibt es das berühmte Zitat: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ „Meine Mutter hat daraus ,Frage nicht, was deine Familie für dich tun kann. Frage dich, was du für deine Familie tun kannst.’ gemacht“, sagt Leisner. Er habe nur Familie durch Stadt ersetzt. Mit der Idee sei er zu Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) gegangen. „Schauer war begeistert, obwohl er zunächst zögerlich nach dem Preis fragte. Aber der Film ist ein Geschenk von mir an die Stadt Schwaan.“ Das Drohnenfliegen sei eines seiner Hobbys, sagt Leisner. „Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für das Fliegen. Ich wäre fast Kampfjetpilot geworden.“

Der Acht-Minuten-Streifen „Meine kleine Stadt Schwaan“ ist jetzt unter anderem als Imagefilm auf der Internetseite von Schwaan zu sehen.

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