Kurzen Trechow : Kleine Kuh mit großer Leistung

Kuh Leni durchbrach die 100  000-Liter-Milch-Marke. Vor dem Tier steht Landwirt Andreas Springborn, der qualitatives Futter und gute Haltung auf die Leistung zurückführt.
Kuh Leni durchbrach die 100 000-Liter-Milch-Marke. Vor dem Tier steht Landwirt Andreas Springborn, der qualitatives Futter und gute Haltung auf die Leistung zurückführt.

Mehr als 100 000 Liter Milch in zwölf Jahren: Mitarbeiter des Hofes Krey und Springborn in Kurzen Trechow freuen sich über Premiere

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20. August 2016, 12:00 Uhr

Sie hat die Marke geknackt: Die schwarz-weiße Holsteiner Kuh „Leni“ vom Hof Krey und Springborn in Kurzen Trechow hat in ihrem Leben mehr als 100  000 Liter Milch gegeben. Die Holsteinerin ist das erste Tier im Stall, das diese Menge erreichte. „Wir freuen uns darüber. Denn es ist auch das Ergebnis der täglichen guten Arbeit an der Kuh“, sagt Landwirt Andreas Springborn.

Trotz der herausragenden Leistung erfahre Leni aber keine Extrabehandlung, so der Milchbauer. Alle 310 Tiere genießen einen angemessen „Kuhkomfort“. Dafür sorgen insgesamt fünf Mitarbeiter auf dem Hof in Kurzen Trechow. „Luft, Licht, Wasser und gutes Futter brauchen die Kühe, um gute Leistung zu erbringen“, erzählt der Landwirt. Um das zu gewährleisten, stehen die Tiere in offenen Ställen und können sich dabei frei bewegen. Die Kälber haben ihre eigenen kleinen Häuser. „Sie sind quasi in der Kinderkrippe, danach kommen sie in den Kindergarten, wo die Tiere anfangen, Wasser statt Milch zu trinken und Silage zu fressen“, erzählt Springborn. Wenn die Rinder 13 Monate alt sind, kommen sie nach Ulrikenhof auf die Weide. Mit etwa 22 Monaten kalben die Kühe zum ersten Mal.

Auch die zwölfjährige Leni hat auf dem Hof für Nachwuchs gesorgt. „Neun Kälber hat sie auf die Welt gebracht. Die sind aber nicht mehr in unserem Bestand“, sagt der Bauer. Der Hof verkaufe Tiere, die nicht für die Milchproduktion bleiben. „Dann gehen unsere Kühe auch mal nach Polen oder England.“

Leni aber ist geblieben. Obwohl sie der Landwirt als eine unauffällige Kuh beschreibt, hat sie sich spätestens nach der 100  000 Liter Leistung einen Namen gemacht – und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Bei den vielen Kühen, die wir haben, können wir nicht jeder einen Namen geben. Doch sie nennen wir nun Leni“, erzählt der Milchbauer.

Trotz ihrer großen Leistung ist Leni mit einem Gewicht von 600 Kilogramm eine verhältnismäßig kleine Kuh. „Doch sie ist noch fidel und war immer ein gesundes Tier“, sagt Springborn. Der Bauer plane, dass die Holsteinerin noch ein weiteres Kälbchen zur Welt bringt. „Eigentlich soll sie noch ein paar Jahre auf unserem Hof bleiben. Doch das kann sich natürlich schnell ändern, wenn sie plötzlich krank wird.“ Das sei vor allem von der Lage in der Milchbranche abhängig. Kranke Tiere zu retten, sei mittlerweile mehr denn je eine Kostenfrage, sagt der Bauer. „Man muss schauen, ob es sich lohnt, das Tier zu behalten.“

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